Presse


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Im hinteren Schnalstal soll eine neue Tourismuszone von gigantischen Ausmaßen entstehen. 33.685 Quadratmeter Grundfläche und 70.000 Kubikmetern Baukubatur sollen mit bis zu 27 Meter über dem heutigen Niveau hohen Hotelgebäuden verbaut werden. Dieser Eingriff wird die äußerst wertvolle bäuerliche Siedlungslandschaft und die landschaftliche Vielfalt im Schnalser Talschluss nachhaltig und irreversibel schädigen und zunichte machen.


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Sehr geehrte Frau Kommissarin Valean,
geschätzte Frau Ministerin De Micheli,
geschätzter Herr Bundesminister Scheuer,

der Brennerpass ist der mit Abstand verkehrsreichste Alpenübergang. Allein über diese Nord-Süd-Verbindung rollen pro Jahr mehr LKWs als in Summe über die vier Schweizer Alpenpässe Gotthard, San Bernardino, Simplon, Großer St. Bernhard und die zwei französischen Übergänge im inneren Alpenbogen, Frejus und Montblanc. Auch die jährlichen Zuwächse sind am Brenner die stärksten im Vergleich zu allen anderen Alpenübergängen.


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Verkehr/Luftqualität - Ausgehend von einer Aussendung der Handelskammer wird wieder über Feinstaub und Verkehr diskutiert. Ablenkung gelungen! Denn mit dem Fokus auf den Feinstaub, der schon seit vielen Jahren kein allzu großes Problem mehr darstellt, hat man erfolgreich von den nach wie vor bestehenden Grenzwert-Überschreitungen der Stickoxide abgelenkt. Lieber präsentiert man “Nicht-Probleme”. Dann braucht man sich auch um keine Lösungsansätze zu kümmern.


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Sehr geehrter Landeshauptmann Kompatscher,
werte Mitglieder der Südtiroler Landesregierung,
geschätzte Mitglieder des Südtiroler Landtages,

im Rahmen der heurigen Haushaltsdebatte nahm Landeshauptmann Kompatscher in seiner Haushaltsrede auch Bezug auf die Klimakrise und gab dabei das durchaus ambitionierte Ziel vor, in rund zehn Jahren die Netto-Emissionen der Treibhausgase in Südtirol neutralisieren zu wollen: „… sowie bis 2050 die Netto-Treibhausgasemissionen der Europäischen Union auf null zu bringen. Südtirol kann dieses Ziel wahrscheinlich schon rund 20 Jahre früher schaffen.“


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Der überbordende Tourismus muss gestoppt werden. Es braucht einen wirkungsvollen Managementplan für den Schutz dieser Bergwelt! - Die elf Umweltverbände, die das Dossier „Dolomiten UNESCO" unterzeichnet haben, wiesen in einer Aussprache mit der UNESCO-Welterbe-Führung und der International Union for Conservation of Nature (IUCN) auf das gravierende Fehlen von Schutzmaßnahmen bei der Verwaltung des Dolomiten-Gebietes hin.Die Dolomiten als Teil des UNESCO-Weltnaturerbes wurden und werden nicht ausreichend vor den massiven und ständig zunehmenden Touristenströmen geschützt, die unweigerlich auch eine ernsthafte Umweltzerstörung mit sich bringen.


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Bodenschutz/Klimaschutz - Vor genau 20 Jahren, am 24. Oktober 2000 wurde mit der Verabschiedung des Manifests von Bozen der Grundstein für das europäische Bodenbündnis gelegt. Sowohl in der Raumordnung als auch im Klimaschutz spielt die Ressource Boden eine entscheidende Rolle. Im Alltag angekommen sind die Inhalte dieses Bodenbündnisses in Südtirol aber nie so wirklich. Dieses Jubiläum sollten wir zum Anlass nehmen, die gängige Praxis an den ehernen Zielen zu messen, zu denen wir uns vor mittlerweile zwei Jahrzehnten bekannt haben.


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