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Wo bleibt die Solidarität?
30. April 2026

Wo bleibt die Solidarität?

Der Bürgermeister der Gemeinde Gries am Brenner setzt ein klares Zeichen gegen den immer noch zunehmenden und belastenden Verkehr auf der Nord-Süd-Achse über den Brenner. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz erklärt sich solidarisch.

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Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz erklärt sich solidarisch mit der Bevölkerung der Gemeinde Gries am Brenner und dem Bürgermeister, der für eine Demonstration gegen den zunehmenden Verkehr am 30. Mai von 11 bis 17 Uhr eine totale Blockade der Brennerautobahn, der Staatsstraße und der Straße über Ellbögen organisiert hat, also eine Vollsperrung. Diese Aktion wurde genauestens geplant und von der Gerichtsbehörde abgesegnet.

Südtirols Politiker und Wirtschaftstreibende laufen dagegen Sturm, und LH Kompatscher interveniert bis nach Wien und Rom. Sieben Stunden Sperre der Brennerachse würde die Südtiroler Wirtschaft „ins Mark treffen“. Als ob deswegen unsere Wirtschaft zusammenbrechen würde. „Da kann man nur den Kopf schütteln“, sagt Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbandes, „wo bleiben der EUREGIO-Gedanke, die Staatsgrenzen überschreitende Zusammenarbeit und historische Verbundenheit, die die Landesregierung bei Sonntagsreden so gerne hervorhebt.“ Die enorme Belastung und Gefährdung der Gesundheit durch den überbordenden Verkehr über die Brennerachse betreffen die Anrainer der Autobahn auf der nördlichen und südlichen Seite gleichermaßen. „Bürgermeister Mühlsteiger stellt sich schützend vor seine Bürgerinnen und Bürger! Die Reaktion der Südtiroler Politiker auf diese Blockade lässt diese schützende Haltung leider nicht feststellen“, ergänzt Peter Gasser, Vizevorsitzender des Dachverbandes.

Es greift auch das Argument der fehlenden Sicherheit nicht! Die Sperre wird mit einem Monat Anlaufzeit angekündigt, das Durchkommen der Noteinsätze ist gewährleistet, und Polizei und Straßenordnungsdienste haben genügend Zeit, die zu erwartenden Verkehrsflüsse vor und nach der Sperre zu organisieren.

Schließlich: Die Bahnstrecke unterliegt nicht der Blockade! „Vielleicht überlegt der eine oder andere Gast, mit der Bahn anzureisen! Wenn wir die Klimaziele erreichen wollen, die der Landesklimaplan festgeschrieben hat, dann wird man das Auto ohnehin öfters in der Garage stehen lassen müssen“, schließt Ladinser ab.

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