Neuer Service des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz
Pestizide: Rückstandsanalysen für Privatgärten
Pestizide lassen sich heute fast überall nachweisen. Für die intensive, moderne Landwirtschaft erscheinen sie oft als alternativlos. Doch die ausgebrachten Stoffe verbleiben nicht immer auf den behandelten Flächen – sie können durch Abdrift auch in der weiteren Umgebung nachgewiesen werden. Mehrere Monitoringprojekte haben dies bereits belegt.
Auch das Land Südtirol führt aus diesem Grund regelmäßig Analysen auf öffentlichen Kinderspielplätzen durch und veröffentlicht die Ergebnisse. Bis 2021 konnten auch Umweltvereine und einzelne Bürger:innen im landeseigenen Labor Grasproben auf Pestizidrückstände untersuchen lassen. Aufgrund von Personalengpässen kann dieser Service leider nicht mehr angeboten werden.
In unseren Augen ist es jedoch zentral, dass besorgte Bürger:innen weiterhin die Möglichkeit haben, herauszufinden, welche Rückstände sich in ihrem eigenen Garten befinden.
Deshalb bietet der Dachverband für Natur- und Umweltschutz ab sofort einen neuen Service für private Rückstandsanalysen an.
Der Dachverband übernimmt 75 % der Analysekosten, kümmert sich um die Probenahme und die Auswertung der Ergebnisse.
Die Förderung erfolgt auch mit Hilfe öffentlicher Mittel.
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Mit Rad auf den Pass
Autofreier Mendelradtag
Seit 2007 - pünktlich zur Europäischen Mobilitätswoche, die stets vom 16. bis 22. September dauert, wird am darin enthaltenen Samstag die Passstraße auf die Mendel für den motorisierten Verkehr gesperrt. Ab Oberplanitzing bis auf die Passhöhe gehört die spektakuläre Straße dann einen Tag lang allein den Radfahrerinnen und Radfahrern. Die Idee zur Aktion hatte seinerzeit Elisabeth Ladinser von der Umweltgruppe Eppan. Mittlerweile sind der Dachverband zusammen mit den Umweltgruppen Kaltern und Eppan sowie den Klimabündnisgemeinden Kaltern und Eppan die Träger des Mendelradtages. Der Tourismusverein Nonstal und die Gemeinde Ruffrè beteiligen sich direkt auf dem Pass an der Klimaschutzaktion. Empfehlenswert ist die Rundfahrt auf der Pista ciclabile Alta Val di Non: www.visittrentino.info/it/guida/tour/pista-ciclabile-dell-alta-val-di-non.
2027 findet er am Samstag, 18. September mit der Straßensperre von 9.00 bis 16.30 Uhr statt.
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Für den Schutz der Vogelwelt
Initiative für vogelfreundliches Bauen mit Glas
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, die Arbeitsgemeinschaft für Vogelkunde und Vogelschutz sowie der Naturtreff Eisvogel starten 2025 eine Aufklärungskampagne zum Schutz der Südtiroler Vogelwelt.
Vogelwelt in Gefahr: Wildlebende Vögel sind weltweit, in Europa und auch in Südtirol gefährdet, viele Arten haben deutlich rückläufige Zahlen. Intensive Landwirtschaft, Pestizide, mangelndes Nahrungsangebot, Störung von Lebensräumen sind die Hauptgründe für den Rückgang der Vögel.
Vogelkollisionen mit Bauwerken aus Glas: Neuerdings gilt das auch für die moderne Architektur, insbesondere für das Bauen mit Glas. Vor allem Lärmschutzwände aus glasartigen Materialien sind ein besonderer Risikofaktor für tödliche Kollisionen, da sie Landschaft und Fluglinien der Vögel über lange Strecken durchschneiden. Besonders problematisch sind dabei transparente oder spiegelnde Oberflächen.
Auch in Südtirol dürften massenweise Vögel durch die Kollision mit Glas zu Tode kommen. Das gilt für Lärmschutzwände, Bus-Wartehäuschen mit Glasfassaden, gläserne Balkonbrüstungen, Verbindungsbrücken aus Glas und für gläserne Architektur im Allgemeinen.
Letzthin haben Südtiroler Ornithologen auf Lärmschutzwände aus Glas hingewiesen, die für viele Vögel eine Todesfalle sind. Auch die angebrachten Greifvogelsilhouetten zeigen keinerlei Wirkung, was in Fachkreisen seit langem bekannt ist.
Vogelfreundliches Bauen: Dabei könnten viele Gebäude vogelfreundlich gebaut, viele Todesfallen so mit guter Planung entschärft werden. Vogelfreundliches Bauen bedeutet nicht, dass nun Glas als Baustoff auszumustern ist. Ganz im Gegenteil, Glasfassaden können planerisch oder durch Kunst am Bau vogelfreundlich gestaltet werden.
Informationen zur Vogelglas-Ausstellung und zu weiteren Veranstaltungen: https://www.umwelt.bz.it/vogelschutz-initiative/
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Mehr Information hierzu findet sich in der Broschüre Vogelfreundliches Bauen mit Glas und Licht der Schweizerischen Vogelwarte.
Kleiner Samen, große Wirkung
Blumenwiesen
Artenreiche, standortgerechte Blumenwiesen schaffen und damit die biologische Vielfalt fördern – das ist das Ziel des 2024 gestarteten Projekts „Blumenwiesen“. Brach- und Grünflächen werden dabei mit autochthonem, regional gewonnenem Samenmaterial in naturnahe heimische Blumenwiesen umgewandelt.
Heimische Blumenwiesen sind ein prägendes, zugleich aber zunehmend bedrohtes Element der Südtiroler Kulturlandschaft. Das Projekt setzt sich dafür ein, diese wertvollen Lebensräume zu erhalten und damit die Artenvielfalt auch in Siedlungsräumen gezielt zu fördern. Davon profitieren zahlreiche Insekten und andere Tierarten ebenso wie die Menschen selbst.
Das Projekt „Blumenwiesen“ wird vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz koordiniert und von der Stiftung Südtiroler Sparkasse mitfinanziert. Weitere Partner des Projektes sind das Versuchszentrum Laimburg, EURAC Research, Alperia, STA Südtiroler Transportstrukturen AG, Abteilung Straßendienst, der Verein Sortengarten Südtirol und der Verein Filiera Futura.
Auf unserer Projektwebseite www.blumenwiesen-pratifioriti.bz.it finden sich alle Neuigkeiten und Veranstaltungen zum Projekt, aber auch viele Informationen zur Anlage und Pflege von heimischen Blumenwiesen, zu ihrem Mehrwert für Tier und Mensch sowie zum Samenmaterial.
Kontakt: Irene Unterkofler, irene.unterkofler@umwelt.bz.it
Das Bumenwiesen-Handbuch, ein praktischer Leitfaden in DT und IT, ist in Papierform kostenlos beim Dachverband abzuholen oder als PDF herunterzuladen auf: www.blumenwiesen-pratifioriti.bz.it/downloads
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Nature in Urban Areas
NatUrA
NatUrA fördert Biodiversität und Ökosystemleistungen in Städten und Landgemeinden des Alpenraums und trägt so zur Anpassung an den Klimawandel bei. Ziel ist es, mehr Natur in die Planung von Gebäuden, öffentlichem Raum und Grünflächenmanagement zu bringen — durch horizontale und vertikale Entsiegelung sowie die ökologische Pflege öffentlicher und privater Grünflächen. Das Projekt entwickelt dazu einen Werkzeugkoffer und testet einzelne Maßnahmen in den Pilotgemeinden.
Besonders wichtig ist NatUrA der partizipative Ansatz: Öffentliche Verwaltungen, lokale Akteur:innen und Bürger:innen werden aktiv in Planung und Umsetzung eingebunden, begleitet von Schulungen für Gemeindepersonal sowie Weiterbildungen für Entscheidungsträger:innen, Planer:innen und Handwerker:innen.
Die grenzüberschreitende, transdisziplinäre Zusammenarbeit zwischen Ökologie, Stadtplanung, Architektur und Sozialwissenschaften soll lokal angepasste Lösungen hervorbringen, die auf den gesamten Alpenraum übertragbar sind.
Projektlaufzeit: März 2026 – März 2028
Förderung: Interreg Italien–Österreich 2021–2027
Kontakt: Viola Ducati - ambiente@umwelt.bz.it
Unsere Partner: Ökoinstitut Südtirol - Plattform Land - Stadt Villach - Verein Naturpark Dobratsch - Universität Innsbruck - Bildungshaus Kloster Neustift
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Wir brauchen ein wirksames Klimagesetz für Südtirol
Klimagesetz jetzt!
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol, der Heimatpflegeverband Südtirol und Climate Action South Tyrol (CAST) setzen sich gemeinsam für ein ambitioniertes Klimagesetz ein. Unsere klare Forderung an die Landesregierung: Südtirol braucht verbindliche Regelungen, um die Klimaziele zu erreichen und die Auswirkungen des Klimawandels wirksam einzudämmen.
Wir brauchen eure Unterstützung!
Unser Anliegen ist dringend. Jede Verzögerung beim Klimaschutz gefährdet die Erreichung der Klimaneutralität bis 2040.
Wir wollen der Regierung und dem Landtag zeigen: Ein Klimagesetz ist nötig und hat breite Unterstützung. Deshalb wollen wir gemeinsam mit euch eine Plattform von Unterstützenden für ein Landes-Klimagesetz bilden. Gemeinsam verfassen wir ein Manifest und bereiten eine Sensibilisierungskampagne vor. Jetzt mitmachen!
Zentrale Punkte eines Klimagesetzes und weitere Beispiele gibt es in unserer Broschüre:
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Internationale Tagung - Auf dem Weg zu einem Landesklimagesetz: Am 11. April stellten Expert*Innen aus Deutschland, Ödeterreich und Italien bereits realisierte Gesetze und neue Ideen vor. Die Präsentationen sind hier abrufbar.
Für die Natur
Umweltausgleichsmaßnahmen - konkrete Tipps im Praxisleitfaden
Kein Eingriff in die Natur ist wiedergutzumachen. In der Praxis ist ein Ausgleich aber oft sinnvoll – vor allem dann, wenn der Umwelteingriff notwendig ist. Die Frage bleibt aber: Welche Umweltausgleichsmaßnahmen sind sinnvoll, welche effizient? Die Reihenfolge der Prioritäten ist klar: Ökologische Beeinträchtigungen sind zu vermeiden. Wenn dies nicht möglich ist, sind sie zu minimieren, unvermeidliche Eingriffe also zu optimieren. Und was dann noch an Beeinträchtigung bleibt, ist auszugleichen.
Dachverband für Natur- und Umweltschutz, Alpenverein Südtirol und Heimatpflegeverband Südtirol haben den Status quo in Südtirol wissenschaftlich erfassen lassen. Darauf aufbauend wurde 2021 eine Online-Vortragsreihe gestartet. Und nun 2024 gibt es eine praktische Umwelthilfe: der Praxisleitfaden „Eingriffe in Natur und Landschaft – Planung und Bewertung“, den die drei Verbände gemeinsam herausgegeben haben.
Zum Thema wurden auch drei Online-Workshops angeboten, die unter den folgenden Links einsehbar sind:
Part I: https://www.youtube.com/watch?v=8OXgJHap-yk
Part II: https://www.youtube.com/watch?v=4O2BvRVtFq4
Part III: https://www.youtube.com/watch?v=9QzhpSpKNMU
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Vielfalt in der Kulturlandschaft
Baumgart: Streuobstwiesen
Ein Baumgart ist in Südtirol eine Streuobstwiese. Weil es von diesen einst landschafts- und lebensraumprägenden Elementen allerdings kaum noch welche gibt, engagiert sich der Dachverband mit dem Roten Hahn (Südtiroler Bauernbund), der Eurac, Bioland Südtirol, dem Verein Sortengarten Südtirol, dem Landesamt für Natur, dem Obstbaumuseum und dem Heimatpflegeverband für deren Erhaltung und Aufwertung: mit Informationen und einer Reihe von Events.
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Plastikflaschen ade!
Südtirol Refill Alto Adige
Lange Transportwege, Abgase, Plastikmüll, Ressourcen- und Geldverschwendung: Wer in Südtirol Trinkwasser in Einweg-Plastikflaschen kauft, hat all dies zu verantworten. Deshalb hat der Dachverband für Natur- und Umweltschutz die Website www.refill.bz.it online gestellt, auf der man Trinkwasserstellen in ganz Südtirol findet. Allen gemeinsam ist: Sie sind öffentlich zugänglich und man kann dort die eigene Wasserflasche kostenlos nachfüllen.
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In der Fastenzeit
Aktion Verzicht
Worauf kann man im Alltag verzichten? Diese Frage stellen sich zahlreiche Organisationen in Südtirol pünktlich zur Fastenzeit – und das schon seit Jahren. Ebenfalls seit Jahren dabei ist der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, der vor allem auf konkrete Tipps setzt, wie sich „Verzicht“ positiv auf die Lebensqualität und das unmittelbare Umfeld auswirken kann – dann nämlich, wenn der Verzicht auf bewusst getroffenen Entscheidungen fußt.
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STREAMING-PLATTFORM – LANDESWEIT UND KOSTENLOS!
EU Youth Cinema: Green Deal
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz unterstützt auch 2025 das Projekt EU Youth Cinema: Green Deal, das vom Wiener Verein LET'S CEE Filmfestival initiiert wurde und mittlerweile in zwölf Ländern umgesetzt wird. Damit ist es möglich, Umweltfilme auch für Südtiroler Schüler*innen in die Kinos von Bozen und Algund zu bringen.
Das hauptsächlich durch das Programm Kreatives Europa der Europäischen Kommission geförderte Projekt EU Youth Cinema: Green Deal startete bereits 2022. Im Mittelpunkt dieses einzigartigen Bildungsangebots steht ein nachhaltiges Europa.
Das ganzjährige Bildungsprogramm EU Youth Cinema: Green Deal basiert auf einer sorgfältig kuratierten Sammlung von mehr als 50 europäischen Filmen, die von aktuellen didaktischen Materialien und themenbezogenen Diskussionen, Workshops und Vorträgen begleitet werden.
Das gesamte Programm ist für alle registrierten Schulklassen in 12 Ländern frei zugänglich. Alle registrierten Lehrkräfte erhalten sofort vollen Zugang zu den europäischen Filmen und didaktischen Materialien. Der Anmeldeprozess ist sehr einfach und dauert nur wenige Minuten. Information und Anmeldung: www.youth-cinema.eu/st
Im Herbst 2025 laden wir dann wieder in Bozen und in Algund ins Kino ein!
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Jugend in den Alpen
Via Alpina Youth
Der Weitwanderweg Via Alpina verbindet seit über 20 Jahren alle Alpenländer. Damit steht sie als Symbol der Verbundenheit. Diese Verbundenheit ist besonders auch für den notwendigen gesellschaftlichen Wandel von Bedeutung. Das Projekt «Via Alpina Youth – walking the change» verbreitet Wissen, Ideen und Möglichkeiten zu nachhaltigen Lebensstilen, Inklusion, Umweltschutz und Klimawandel entlang des Weges. Darum soll dieser Weitwanderweg wieder bekannter gemacht werden.
Das Projekt richtet sich an Jugendliche im gesamten Alpenbogen.
Weitere Informationen direkt bei Roland Plank: klima@umwelt.bz.it
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Schutzfunktion
Patenschaft für Schutzgebiete Südtirols - ein Konzept
Es gibt in Südtirol etwa 230 Biotope und etwa 1160 Naturdenkmäler, die im ganzen Land verteilt sind. Mit der Hilfe von engagierten Naturliebhabern ist es aber möglich eine bessere Betreuung und Pflege der Biotope zu gewährleisten.
Sog. Schutzgebietspat:innen (SGPs) besuchen das anvertraute Schutzgebiet , ihr „Patenkind“, regelmäßig und verfassen einmal im Jahr einen kurzen Zustandsbericht mit Fotodokumentation. So werden evtl. Probleme wie Verschmutzung durch Müll, das Vordringen nicht heimischer Pflanzenarten (Neophyten), das Fehlen der Hinweistafel u.a.m festgehalten.
Eine Expertengruppe Schutzgebietspatenschaft mit Fachleuten der Ökologie, Botanik, Zoologie und des Naturschutzes sowie Bezirksvertreter:innen stehen mit Rat und Tat zur Seite und sind im Austausch mit den zuständigen Behörden.
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Vielfalt im Wasser
Flussholz
Totholz: Irreführender könnte ein Begriff kaum sein, denn Holzstämme und große Äste in Fließgewässern bieten zahllosen Lebewesen Unterschlupf: von Fischen über Vögel bis hin zu Insekten. Gemeinsam mit der Agentur für Bevölkerungsschutz und anderen Partnern bringt der Dachverband nun verstärkt Strukturholz in revitalisierte Flussläufe ein und untersucht die Folgen auf das Leben im Fluss.
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