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Die Rodung des Auwaldes in Brixen ist ein Frevel
08. März 2026

Die Rodung des Auwaldes in Brixen ist ein Frevel

In einer Nacht- und Nebelaktion wurden am vergangenen Freitag um 6.00 Uhr Früh in der Industriezone Brixen 7000 m² Auwald gerodet. Durch die Rodung dieses Auwaldes hat man vollendete Tatsachen geschaffen! 

Auwaldrest in Brixen - Foto Hyla 2018
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Rechtlich ist diese Vorgangsweise absolut unkorrekt, die Rekursfristen gegen die positiven Beschlüsse der Landesregierung sind noch nicht abgelaufen, und – weit schlimmer – die Rodung erfolgte außerhalb der zulässigen Rodungsperiode, die zum Schutz der nistenden Vögel, der Fledermäuse und Reptilien dient.

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz verurteilt diese Vorgehensweise aufs Schärfste. „Es erscheint wie ein hinterhältiges, wiederkehrendes, trauriges Muster“, sagt die Vorsitzende Elisabeth Ladinser, und ruft in Erinnerung, dass „damals die Bäume in Bozen vor dem alten Spital, die Bäume in Sexten in der Stiergarten-Signaue, die Kasernen in Schlanders, sie alle wurden in Nacht- und Nebelaktionen geopfert, um in Bezug auf zweifelhafte, widerrechtliche Vorhaben eben vollendete Tatsachen zu schaffen.“  

Die Umwidmung des Auwaldes in Gewerbezone zugunsten der Firma Progress war und ist auch innerhalb des Dachverbandes alles andere als unumstritten. Die Meinungen und Positionen dazu zwischen einzelnen Mitgliedsorganisationen waren und sind nicht deckungsgleich. Sowohl die Position der Biologen für den Erhalt des Auwaldes als auch die Position für die Erweiterung der Millander Au haben ihre Berechtigung. Dennoch hat sich der Ausschuss des Dachverbandes nach eingehenden Diskussionen durchgerungen, diesen Kompromiss des Flächenaustausches ausnahmsweise zu akzeptieren, würde doch die Natur durch die Gewinnung neuer, größerer renaturierter Flächen für die Erweiterung der Millander Au auf lange Sicht dazugewinnen. Und Gewinnerin sollte letztendlich immer die Natur sein!  

Genau das Gegenteil ist durch diese Rodung passiert. „Die Missachtung des Fällungsverbotes kommt einer regelrechten Barbarei gleich!“ sagt Peter Gasser, stellevertretender Vorsitzender, „die Firma Progress verliert an Glaubwürdigkeit! Die ursprüngliche Absicht, durch Ausgleichsflächen neue Naturräume zu schaffen, kehrt sich in Greenwashing um.“ Elisabeth Ladinser ergänzt: „Dieses Verhalten kommt einem Vertrauensbruch gleich und ist für den Dachverband eine herbe Enttäuschung.“ 

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