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Südtiroler Streuobstsorte des Jahres 2027: Kleiner Steinpepping („Stoanpeppele“)
28. Oktober 2026

Südtiroler Streuobstsorte des Jahres 2027: Kleiner Steinpepping („Stoanpeppele“)

Die Initiative Baumgart wählt alljährlich eine Streuobstsorte des Jahres. Damit soll die Besonderheit alter Obstsorten der heimischen Pangarten in den Mittelpunkt gerückt und ihr Erhalt gefördert werden. 2027 geht die Auszeichnung an den „Stoanpeppele“.

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In älteren pomologischen Abhandlungen wird dieser Apfel auch als Englischer Steinpepping oder Stone Pippin geführt, im Italienischen heißt die Sorte Durella. Die genaue Herkunft ist nicht ganz geklärt, vermutlich handelt es sich um eine historische Lokalsorte aus dem altösterreichischen Raum. In Südtirol kennt man den „Kleinen Steinpepping“ unter dem Namen „Stoanpeppele“. Der Apfel ist tatsächlich relativ klein bis mittelgroß, und von der Form her abgeplattet-rundlich und gleichmäßig. Die Fruchtschale hat eine gelbe Grundfarbe und entwickelt auf der Sonnenseite rötlich-gestreifte Backen mit feinen Schalenpunkten. Sein Fruchtfleisch ist zart und sehr saftig; es wird nach dem Aufschneiden an der Luft allerdings schnell braun. Der Geschmack ist mild-ausgewogen mit einer feinen und erfrischenden Würze. 
Der „Stoanpeppele“ wir Anfang Mitte-Oktober geerntet und gehört zu den typischen Winteräpfeln. Winteräpfel zeichnen sich dadurch aus, dass sie erst 2-3 Monate nach der Ernte genussreif sind, dafür aber bis in den späten Frühling hinein noch schmecken. In Südtirol ist diese Sorte inzwischen sehr selten und nur noch verschiedentlich in Streuobstwiesen zu finden (z.B. im Eisacktal bei Feldthurns und Verdings/Klausen, im Schlerngebiet, sowie am Ritten) Der Baum selbst wird nur mittelgroß; gedeiht aber auch auf trockenen Böden sehr gut. 
Der „Stoanpeppele“ gilt gleichermaßen als guter Tafel- und Wirtschaftsapfel, d.h. man kann ihn frisch verzehren, aber auch zur Herstellung von Säften, von Apfelessig oder von aromatischem Obstbrand nutzen.  

Die Initiative Baumgart setzt sich aus zehn Partnern zusammen: Eurac Research, Dachverband für Natur und Umweltschutz, Sortengarten Südtirol, Versuchszentrum Laimburg, Bioland Südtirol, Heimatpflegeverband, Amt für Natur, Roter Hahn im Südtiroler Bauernbund, Obstbaumuseum Lana und DA – Bürgergenossenschaft Obervinschgau.
Kontakt für Journalist:innen: Margot Schwienbacher, 0471 055 759, margot.Schwienbacher@eurac.edu