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Zweiter Workshop zum Landesklimagesetz nimmt Klimagerechtigkeit in den Blick
24. September 2025

Zweiter Workshop zum Landesklimagesetz nimmt Klimagerechtigkeit in den Blick

Am 19. September 2025 trafen sich in Bozen Vertreter:innen zahlreicher Organisationen zum zweiten Workshop für ein Landesklimagesetz. Im Zentrum standen Klimagerechtigkeit und gesellschaftliche Teilhabe.

hinten v. l. Philipp Ferrara, Julian von Spinn, Oskar Peterlini, Christoph Buratti, Valentin Mair, Peter Aichner; vorne v. l., Michael Paler, Silvia Grinzato, Thomas Benedikter, Roland Plank
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Die von der Arbeitsgruppe im Sommer ausgearbeiteten Vorschläge wurden im Workshop im Konsens angenommen. Offene Fragen konnten vertieft werden, zentrale Inhalte wurden geschärft und ergänzt. Ein zentrales Thema war Klimagerechtigkeit. Nicht nur den Vertreter:innen der verschiedenen Vereine und Verbände, welche neben Umwelt- und Klimaschutzgruppen insbesondere auch Soziales, Gewerkschaften und Kultur repräsentieren ist dieses Thema ein Anliegen. Auch 65 % der Südtiroler Bevölkerung halten es laut einer im Vorjahr durch Eurac und ASTAT [1] durchgeführten Studie für wichtig, dass Klimaschutzmaßnahmen soziale Gerechtigkeit stärker berücksichtigen. Das Landesklimagesetz soll sicherstellen, dass alle Bevölkerungsgruppen gleichermaßen vom Klimaschutz profitieren und die soziale Ungleichheit durch Klimaschutzmaßnahmen nicht verschärft, sondern nach Möglichkeit abgebaut werden. 
„Effizienter Klimaschutz braucht ein starkes Landesklimagesetz. Nur wenn Politik, Zivilgesellschaft und Wirtschaft verbindlich zusammenarbeiten, können wir den Klimawandel nachhaltig bewältigen“, betont Roland Plank, Sachverständiger des Dachverbands für Natur- und Klimaschutz und Mitorganisator des Workshops.
In den kommenden zwei Wochen haben alle beteiligten Organisationen die Möglichkeit, Änderungswünsche einzubringen. Danach wird der finale Entwurf den jeweiligen Vereinsausschüssen zur Abstimmung übermittelt.
Thomas Benedikter vom Heimatpflegeverband Südtirol, Koordinator der Arbeitsgruppe und Mitorganisator des Workshops unterstreicht die Bedeutung des Prozesses: „Unsere Vorschläge bieten eine solide Grundlage für ein gerechtes und wirkungsvolles Landesklimagesetz. Wir freuen uns darauf, sie in Kürze den politischen Entscheidungsträger:innen und der Öffentlichkeit vorzustellen.“

[1] https://www.eurac.edu/de/magazine/studie-emotionen-ungleichheiten-klimakrise-interview-felix-windegger-christoph-kircher

Foto: Klaudia Resch
 

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