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Bettenstopp: Teilerfolg für maßvolle Tourismusentwicklung – Ausnahmen bleiben kritisch
10. Februar 2026

Bettenstopp: Teilerfolg für maßvolle Tourismusentwicklung – Ausnahmen bleiben kritisch

Der Beschluss des SVP-Parteiausschusses zum Bettenstopp im Tourismus ist aus Sicht des Heimatpflegeverbandes Südtirol und des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz ein wichtiger Teilerfolg. Dass es keine generelle Verlängerung der Verfallsfrist für bestehende Tourismuszonen geben soll und der Bettenstopp grundsätzlich mit September 2026 aufrecht bleibt, werten die beiden Verbände als klares und notwendiges Signal. 

Foto: Kurzras/Ausschnitt - DVN/Othmar Seehauser
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Starkes Zeichen aus der Bevölkerung
„Diese Entscheidung zeigt, dass der breite Protest aus der Bevölkerung wahrgenommen wurde“, betonen Heimatpflegeverband und Dachverband. Die mittlerweile rund 9.600 Unterschriften unter der gemeinsamen Petition hätten wesentlich dazu beigetragen, das Thema in den Mittelpunkt der politischen Diskussion zu rücken. Dafür gelte allen Unterstützerinnen und Unterstützern ein ausdrücklicher Dank.
Die große Resonanz unterstreiche, wie wichtig das Thema für viele Menschen im Land ist. „Es geht nicht um Ideologie, sondern um Lebensqualität, Raumordnung und eine verantwortungsvolle Entwicklung Südtirols“, halten die Verbände fest. Der Parteibeschluss sei auch ein Beleg dafür, dass zivilgesellschaftliches Engagement Wirkung entfalten kann.

Teilerfolg – zentrale Fragen bleiben offen
Gleichzeitig sei klar: Der Beschluss ist kein Endpunkt, sondern ein Zwischenschritt. Noch offen ist, wie die Liste der strukturschwachen Gemeinden konkret aussehen wird. Ob bestehende Einstufungen herangezogen werden oder neue Kriterien zur Anwendung kommen, ist derzeit unklar.
Für Heimatpflegeverband und Dachverband steht fest: Diese Liste wird zum Prüfstein für die Glaubwürdigkeit des Bettenstopps – und muss daher transparent, eng gefasst und fachlich begründet sein. „Was touristisch strukturschwach ist, darf nicht am Maßstab der Hotspots gemessen werden“, geben die Verbände zu bedenken. „Es wäre fatal, wenn über Ausnahmeregelungen am Ende doch wieder großdimensionierte Tourismusprojekte ermöglicht würden, die dem Geist des Bettenstopps widersprechen.“

Bettenstopp heißt Entwicklung in Maßen – nicht Stillstand
Der Bettenstopp steht ausdrücklich nicht für Stillstand. Auch innerhalb der geltenden Regeln sind Weiterentwicklungen möglich – etwa über bestehende Bettenkontingente, qualitative Verbesserungen von Betrieben oder gezielte Instrumente für tatsächlich strukturschwache Gebiete. „Es geht um einen Tourismus in Maßen statt in Massen“, so die Verbände.

Petition läuft weiter
„Der eingeschlagene Kurs ist ein Schritt in die richtige Richtung – aber noch kein Ziel. Jetzt gilt es, wachsam zu bleiben, damit aus einem Teilerfolg kein Rückschritt wird“, erklären Heimatpflegeverband und Dachverband. Die Petition für eine kluge und verantwortungsvolle Tourismuspolitik läuft daher weiter:
👉  www.change.org/bettenstopp_jetzt-basta_aumento_posti_letto

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