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Bodenschutz ist Klimaschutz - Geplante Umfahrung Mauls ist falsche Lösung!
07. August 2026

Bodenschutz ist Klimaschutz - Geplante Umfahrung Mauls ist falsche Lösung!

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zieht eine kritische Zwischenbilanz und warnt vor dem Verlust wertvoller Flächen durch widersprüchliche Raumplanung, z.B. mit der geplanten Umfahrung von Mauls.

Foto: Michael Ralser
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Ferragosto steht vor der Tür. Mehr als die Hälfte des Jahres ist bereits vorbei. Auch der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zieht daher Zwischenbilanz. Einiges bewegt sich in eine gute Richtung. Aber die Herausforderungen beim Schutz unserer Mitwelt bleiben weiterhin groß. Die Dringlichkeit, diese Herausforderungen zu bewältigen, war gerade in den vergangenen Tagen hautnah spürbar.

Mit dem Projekt Blumenwiesen, der Vogelschutzinitiative und der Plattform für ein starkes Landesklimagesetz konnte einiges bewegt werden. „Diese Beispiele zeigen, dass gemeinsames Engagement Wirkung entfalten kann. Gleichzeitig müssen wir weiterhin kritisch auf jene Entwicklungen hinweisen, bei denen wertvolle Natur- und Landwirtschaftsflächen verloren gehen“, erklärt Hanspeter Staffler, Geschäftsführer des Dachverbands.

Besonders problematisch ist aus Sicht des Dachverbands der zunehmende Verlust wertvoller Flächen durch Umwidmungen. Immer wieder werden Waldflächen in landwirtschaftliche Grünflächen umgewidmet und damit in bestehende Ökosysteme eingegriffen. Gleichzeitig werden an anderer Stelle landwirtschaftliche Flächen für Infrastrukturprojekte beansprucht – etwa für neue Straßen. Damit entsteht ein Kreislauf, der die eigentlichen Probleme nicht löst, sondern teilweise sogar verschärft. Natur- und Bodenverluste nehmen zu, während zusätzliche Verkehrskapazitäten neue Belastungen erzeugen.

Ein aktuelles Beispiel ist die geplante Umfahrung der Fraktion Mauls in der Gemeinde Freienfeld, die die bestehende Engstelle im Ort lösen soll. Eine groß dimensionierte neue Straße quer durch landwirtschaftliche Flächen ist aus Sicht des Dachverbands jedoch keine nachhaltige Lösung. Wertvolle Böden und kleinräumige Agrarökosysteme werden durch den Bau zerstört. Durch die Nähe zur Autobahn liegt es auf der Hand, dass eine große Straße zusätzlichen Verkehr anlockt, da sie eine attraktive Ausweichroute zur Autobahn darstellen wird.

Positiv zu bewerten ist, dass auch der Bauernbund die derzeit geplante Variante kritisch bewertet. „Hier zeigt sich, dass Landwirtschaft und Umweltschutz gemeinsame Interessen haben können. Der Schutz unserer Böden und der Erhalt wertvoller Flächen sind Ziele, die beide Organisationen verbinden“, so Elisabeth Ladinser, Vorsitzende des Dachverbands für Natur- und Umweltschutz abschließend.

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