Recovery Fund/Erneuerbare Energien - Bei der Vorstellung des aktuellen Standes zum Recovery Fund durch den Landeshauptmann wurde immer wieder geäußert, dass keine gänzlich neuen Ideen und Vorhaben realisiert werden können, da hierzu die Fristen bis 2026 nicht ausreichen würden. Gerade im Bereich der erneuerbaren Energien bestehen aber bereits gute Studien und entsprechendes Experten-Know-how, was einen sinnvollen und zukunftsweisenden Einsatz der Gelder aus dem Bereich „Grüne Revolution und ökologische Wende“ ermöglichen würde. So zeigt z.B. eine EURAC-Studie eindrucksvoll das riesige ungenutzte Photovoltaik-Potential Südtirols. Bereits die Hälfte dieses Potentials würde ausreichen, um alle rund 224.000 Südtiroler Haushalte mit Sonnenstrom zu versorgen.

Kölner Hütte/Glasturm - Vor gut zwei Jahren stellten sich die Alpenvereine AVS und CAI und die Umweltorganisationen Dachverband für Natur- und Umweltschutz und Heimatpflegeverband gegen den Glasturm am Rosengarten auf 2.300 Meter Höhe neben der Kölner Hütte. Auch die Stiftung Dolomiten Unesco Welterbe lehnte das Bauwerk an diesem sensiblen Standort ab. Unter den Mitgliedern der Landesregierung herrschte hingegen Uneinigkeit. Zwei Jahre später ist der Glasturm jedoch nicht von der Bildfläche verschwunden, im Gegenteil: Er kehrt zurück. Diesmal ist er noch gewaltiger, noch exponierter und noch besser sichtbar. Und: Die erst kürzlich sanierte Kölner Hütte muss dafür Platz machen.

Welttag der Umwelt - Es ist wohl kein Zufall, dass sowohl im Nachhaltigkeitsbericht zur Südtiroler Landwirtschaft als auch im politischen Strategiepapier zur Landwirtschaft 2030 nahezu zeitgleich das Thema Gentechnik lanciert wird. Gerade am Tag der Umwelt sollten wir uns fragen, ob wir im ‚begehrtesten‘ Lebensraum wirklich die rote Linie überschreiten und zukünftig in der Landwirtschaft auch auf Gentechnik setzen wollen.

Flugplatz Bozen/Ausschreibung - Die italienische Antikorruptionsbehörde ANAC bestätigt in einem neuerlichen Beschluss die nicht rechtskonforme Ausgestaltung des Wettbewerbs zur Abtretung der ehemals öffentlichen Quoten an der ABD-Gesellschaft. Durch diese erneute Bestätigung stellen sich nicht nur Fragen zur nach wie vor prekären Konzession für die Führung des Flugplatzes. Die ANAC wird zudem im vorliegenden Beschluss sehr deutlich, was einen möglichen Schaden am öffentlichen Vermögen durch den nicht rechtskonformen Wettbewerb anbelangt. 

Gemeinsame PM von Alpenverein Südtirol – Dachverband für Natur- und Umweltschutz Südtirol – Heimatpflegeverband Südtirol – Lia per Natura y Usanzes – Vereinigung Südtiroler Biologen

Welttag der biologischen Vielfalt - Morgen am 22. Mai ist Welttag der biologischen Vielfalt. Er steht unter dem Motto „Wir sind Teil der Lösung“. Das Land Südtirol, welches gerne auch ein Land der Artenvielfalt sein und werden möchte, kann jetzt zeigen, ob dieses Motto auch bei uns gilt. Auf dem Puflatsch findet sich ein europaweit einzigartiges Vorkommen von genetisch bedingten Farbvarianten bei Brunellen, einer geschützten Orchideen-Art. Doch dieses Vorkommen ist akut durch den Bau eines Speicherbeckens für die Schneeerzeugung bedroht. Wofür wird sich die Politik entscheiden? Für den Schutz oder die Zerstörung?

Welttag der Erde - Am heutigen 22. April wird der sogenannte Earth Day, der Welttag der Erde, begangen, bei dem die Wertschätzung für die natürliche Umwelt im Mittelpunkt steht. Dieses Anliegen ist angesichts der sich immer stärker manifestierenden Klimakrise und des globalen Artenschwundes wichtiger denn je. Daher unterstützt der Dachverband für Natur- und Umweltschutz auch die Bestrebungen auf nationaler Ebene, den Schutz der Natur und Umwelt in der italienischen Verfassung festzuschreiben.

Auf öffentlichen Spielplätzen – Unabhängige WissenschaftlerInnen zeigen Mängel in der Methodik der Pestizid-Monitorings der Südtiroler Umweltmedizin auf. Zu dieser Erkenntnis gelangt die Umweltschutzgruppe Vinschgau, welche die unabhängige Umweltwissenschaftlerin Caroline Linhart beauftragt hatte, die Daten zu den Pestizid-Rückständen auf Spielplätzen von 2020 mit jenen von 2018/2019 zu vergleichen.

Online-Vortragsreihe - Alpenverein Südtirol, Dachverband für Natur- und Umweltschutz und Heimatpflegeverband Südtirol veranstalten eine Online-Vortragsreihe mit anschließender Diskussion zum Thema Umweltausgleichsmaßnahmen. Für die drei Organisationen ist der ökologische Ausgleich ein selbstverständlicher Baustein des Natur- und Landschaftsschutzes in Südtirol. An drei Abenden werden ausgehend von der Ist-Situation in Südtirol verschiedene Ansätze zu den Umweltausgleichmaßnahmen aus unseren Nachbarländern Schweiz, Österreich und Deutschland vorgestellt.

Eine breite öffentliche Allianz bespricht das Thema Recovery-Fund mit dem Landeshauptmann - Mehr Partizipation und die Priorisierung nachhaltiger Projekte, das waren zwei der Kernforderungen, die heute eine breite öffentliche Allianz aus Alpenverein Südtirol, Dachverband für Natur- und Umweltschutz Südtirol, Fridays for Future, Gemeinwohlökonomie-Bewegung, Heimatpflegeverband Südtirol, Initiative für mehr direkte Demokratie, Initiativgruppe Zukunftspakt, Kampagne MahlZeit, Klima Club Südtirol, Vereinigung Südtiroler Biologen und Umweltschutzgruppe Vinschgau bei einem Treffen an den Landeshauptmann gerichtet haben.

(ital. Text im Anhang)

Eine breite öffentliche Allianz fordert eine transparente öffentliche Diskussion und Entscheidung - Der EU-Recovery-Fund soll helfen, den Weg aus der Krise für ein nachhaltigeres Europa zu ebnen. In Südtirol geschieht das hinter verschlossenen Türen und mit teilweise fragwürdigen Projekten. Eine breite öffentliche Allianz aus Alpenverein Südtirol, Dachverband für Natur- und Umweltschutz Südtirol, Fridays for Future, Gemeinwohlökonomie-Bewegung, Heimatpflegeverband Südtirol, Initiative für mehr direkte Demokratie, Initiativgruppe Zukunftspakt, Kampagne MahlZeit, Klima Club Südtirol, Vereinigung Südtiroler Biologen und Umweltschutzgruppe Vinschgau fordert die detaillierte Offenlegung der Projekte und mehr Mitsprache.

(Ital. Version im Anhang)

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