Überetscher Bahn/Realisierung - Die Überetscher Bahn ist nach wie vor Tagesthema. Den verschiedenen politischen Bekundungen zufolge stehen einer Umsetzung des Projektes auch keine unlösbaren Probleme mehr im Weg. Bei aller Unterstützung für eine rasche Realisierung fordert der Dachverband für Natur- und Umweltschutz sich auf die Bedürfnisse des Nutzers als vorrangige Bezugsgröße zu konzentrieren, damit die Tram auch das halten kann, was bereits im Vorfeld versprochen wird.

Internationaler Tag des Wassers/Situation in Südtirol - Nur an einem Tag im Jahr bewusst für den Gewässerschutz zu sein ist zu wenig! Auch heuer wieder findet am 22. März der von den Vereinten Nationen ausgerufene Tag des Wassers statt, um weltweit ein breiteres Bewusstsein für die Wichtigkeit, aber gleichzeitig auch die Bedrohung dieser unverzichtbaren Ressource zu schaffen. Obwohl sich Südtirol in der glücklichen Lage schätzen kann, ein wasserreiches Land zu sein, ist von einer Sensibilität, vor allem in Hinsicht Gewässerqualität und einer zukunftsfähigen Nutzung, leider noch sehr wenig zu spüren.

MiniMetro-Projekt/Überetscher Bahn - Das Vorprojekt zur Überetscher Bahn der Unternehmensgruppe Leitner ist nun doch nicht mehr zu teuer. Nach einer Zusage vor und der plötzlichen Kehrtwendung der Landesregierung in Sachen Überetscher Bahn nach den Landtagswahlen 2008 gab es bis gestern von LH Durnwalder diesbezüglich mehrere ablehnende Aussagen, mit dem Verweis auf die hohen Kosten, die das Land alleine nicht tragen könne.

A22/Dynamische Spur -Der Präsident der Südtiroler Wirtschaftskammer hat in der vergangenen Woche über die Medien mit einem umfangreichen Forderungskatalog mit Maximalzielen zur Stärkung der Wirtschaftskraft in Südtirol aufhorchen lassen und die Landesregierung nickt diese Forderungen nun wohlwollend ab. Sowohl eine dritte sog. dynamische Autobahnspur soll nun "bei Bedarf" eingesetzt werden können als auch der Flugplatz Bozen ausgebaut werden, wie LR Widmann in einem Presseinterview nun unumwunden feststellt.

A22/Dritte Spur - Die Grenzen der Belastbarkeit bezüglich Individualverkehr sind im Transitland Südtirol bereits überschritten und es gilt dem mit geeigneten Maßnahmen entgegenzuwirken. Um so unverständlicher ist es, dass Handelskammer Präsident Michl Ebner eine dritte Autobahnspur für die A22 fordert, nur um an den wenigen Wochenenden im Jahr die Touristen bei der An- und Abreise nicht zu vergraulen.

Hier sind andere Maßnahmen zu ergreifen wie z.B. der Einsatz von Autoreisezügen an den bereits im voraus absehbaren Stautagen. Er täte gut daran die Autobahngesellschaft, welche in den letzten Jahren erhebliche Gewinne auf Kosten der Anrainer erzielt hat, zu erinnern diesen endlich etwas zurückzugeben und ihre schlechte Lebensqualität zu verbessern. Diesbezüglich müssen endlich die Städte Bozen, Brixen, Klausen und Sterzing durch Untertunnelung bzw. Einhausung der Autobahnen im Stadtbereich von Lärm und Abgasen entlastet werden.

Am Mittwoch, 10.02.2010, fand um 18.30 Uhr im Sparkassensaal des Waltherhauses in Bozen die ordentliche Delegiertenversammlung des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz mit Neuwahlen des Vorsitzenden und des Ausschusses statt. Dabei wurde Klauspeter Dissinger, als neuer Vorsitzender des Dachverbandes gewählt. Als stellvertretende Vorsitzende wurde Johanna Ebner einstimmig in ihrem Amt wiederbestätigt. Der neu gewählte Vorstand setzt sich aus Elisabeth Ladinser, Martin Schöpf, Luis Vonmetz, Stephan Platzgummer und Roman Zanon zusammen (alle bereits im scheidenden Ausschuss vertreten).

Militärfüge/Zusätzliche Linienflüge - Die kürzlich wieder aufgenommenen Trainingsflüge der Hubschrauberstaffeln von Heer, Finanzwache und Carabinieri stellen eine Zumutung und gesundheitliche Belastung für die Anrainer des Bozner Flugplatzes dar. Darüber herrscht Konsens. Der Vorschlag des Mobilitätslandesrates, diese durch Linienflüge zu "verdrängen", kann aber nicht mehr als ein schlechter Scherz sein, sollte dies LR Widmann wirklich so vorgeschlagen haben.

Der Alpenverein Südtirol, der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und der Heimatpflegeverband Südtirol präsentieren die aktuelle Broschüre "Umwelt & Recht in Südtirol".
Umwelt & Recht in Südtirol versucht die oftmals trockene und komplizierte Sprache der Umweltgesetzgebung verständlich aufzubereiten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Sachthemen zu Umwelt und Recht sind von Experten in geraffter und gut strukturierter Form aufbereitet, fundiert recherchiert, objektiv und praxisbezogen. Die gezielte Bebilderung und die Angabe von Fallbeispielen veranschaulicht den theoretischen Teil und zeigt beispielhaft die gelebte Praxis.

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