Flugplatzbefürworter für die Volksabstimmung - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zeigt sich erstaunt und erfreut über die Aussagen von Thomas Baumgartner, dass ein Ausbau des Bozner Flugplatzes nur mit der Zustimmung der Bürger in Form einer verbindlichen Volksabstimmung möglich sein soll. Wir fordern deshalb die politischen Entscheidungsträger auf, alle (!) Baumaßnahmen vom Ausgang der Volksabstimmung abhängig zu machen.

Was bewirkt die "Großoffensive" der SVP und der Landesregierung in Sachen BBT? Ein Resümee der Propaganda-Veranstaltungen in Waidbruck, Brixen, Wiesen - Die als Großoffensive angekündigte Serie von sog. Informationsveranstaltungen in Waidbruck, Brixen und Wiesen hat substantiell wenig Neues gebracht, wohl aber bestätigt, dass die Argumente pro BBT weiterhin auf sehr wackeligen Beinen stehen. Es handelte sich im wesentlichen um Propagandaabende, die als Reaktion auf die BBT-kritischen Veranstaltungen der Transitinitiative konzipiert und durchgeführt wurden und die kritische Stimmen von vornherein vom Podium ausschloss. Mehr als ein mit steigendem Widerstand immer lauter werdendes "Es braucht den Tunnel, weil es ihn braucht und deshalb braucht es ihn!" war den Reden der Politiker kaum zu entnehmen und das Misstrauen der Bevölkerung gegenüber dem Riesenprojekt wächst auch auf Grund der wenig überzeugenden Argumente.

Flugplatz Volksabstimmung/Ergebnis - 28.214 Südtirolerinnen und Südtiroler wollen selbst entscheiden. Heute Vormittag konnten insgesamt 28.214 beglaubigte Unterschriften beim Amt für zentrale Dienste im Landhaus 1 abgegeben werden. Dies war der überaus erfolgreiche Abschluss der 90-tägigen Unterschriftensammlung zur Abhaltung einer Volksabstimmung für die Verringerung des Flugverkehrs in Südtirol.

Ungläubig, überwältigt und überrascht - so kann man die Reaktionen der vielen freiwilligen Helfer und Promotoren auf die Veröffentlichung des Ergebnisses zusammenfassen, die sich heute Vormittag auf dem Landhausplatz eingefunden hatten, um die in den letzten drei Monaten gesammelten Unterschriften offiziell zu übergeben.

Dachverband für Natur- und Umweltschutz/Entlassung mit einvernehmlicher Lösung - Hiermit teilen der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und Klaus Prokopp gemeinsam mit, dass heute eine einvernehmliche Lösung getroffen wurde.

Volksinitiativen - Wir haben es geschafft! - Der Gesetzentwurf gegen die Förderung des Flugverkehrs und gegen die Erweiterung des Flugplatzes und das Bessere Gesetz zur Direkten Demokratie kommen, getragen von 40 Organisationen, mit einer überzeugenden Unterstützung durch Bürgerinnen und Bürger des ganzen Landes, zur Volksabstimmung!

Flughafen/Pistenverlängerung - Der massive Widerstand aus der gesamten Bevölkerung und der sehr erfolgreiche Verlauf der Unterschriftensammlung zur Volksabstimmung gegen den Flugplatzausbau zeigen jetzt bereits erste Erfolge. Die Verlängerung der Start- und Landebahn, die vor wenigen Monaten noch "ein unbedingtes Muss" der Ausbaubefürworter war, wird nun vorerst doch nicht gebaut. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz fordert jedoch, alle Erweiterungsarbeiten, zu denen auch neue Hallen und Hangars gehören, vom Ausgang der Volksabstimmung abhängig zu machen.

BBT/Treffen mit Van Miert - In den letzten Tagen wurde von der SVP und der BBT-Gesellschaft eine Großoffensive zur Brennerbahn gestartet. Dabei wird so getan, als ob es was Neues gäbe und die neue Brennerbahn schon sehr bald unsere Transitproblematik lösen könnte.

Der Brennerbasistunnel wird frühestens in 15 Jahren fertig gestellt sein. Wenn wir nun alle mit den Befürwortern mitjubeln, wird der teure Brennerbasistunnel ohne die Zulaufstrecken unser Transitproblem sicher nicht lösen.

Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen! - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zeigt sich über die Vorgehensweise der Befürworter des Flugplatzausbaus verwundert und enttäuscht. Waren es bis dato gerade diese, die den sog. Flugplatzgegnern bei jeder sich bietenden Gelegenheit mangelnde Professionalität vorhielten, agieren und argumentieren sie nun höchst unsachlich - sehr wahrscheinlich aufgrund der durchaus belegbaren und erdrückenden Daten der Arbeitsgemeinschaft Lebenswertes Unterland - indem sie mit abenteuerlichen Zahlenklaubereien die Aussagen der ALU widerlegen wollen - und am Ende sogar den Inhalt des eigenen Masterplans in Frage stellen.

Neumarkt - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz fordert gemeinsam mit dem Neumarkter Bürgerkomitee den Neumarkter Bürgermeister Alfred Vedovelli und die Neumarkter Gemeindeverwaltung auf, ihre Haltung und Vorgehensweise zur geplanten Klärschlammverbrennungsanlage in Neumarkt nochmals ernsthaft zu überdenken und die kritischen Punkte sowie offenen Fragen der Bevölkerung (z.B. Standort, Gefahrenanalyse, Erhebung eventueller Alternativen zur Verbrennung, warum Klärschlammmengen der gesamten westlichen Landeshälfte u.v.m.) vor jeglicher Entscheidung zu klären und beantworten.

Stellungnahme des Heimatschutzvereins Meran - Wir vom Heimatschutzverein Meran beteiligen uns an der Initiative SOS Passer, weil wir die natürliche Flusslandschaft als Naherholungsgebiet für die Bevölkerung von Meran und Passeier erhalten wollen. Deshalb sind wir gegen die weitere Verbauung von Passer und Uferlandschaft, z.B. durch E-Werke oder ein neue Straßenverbindung ins Passeier.

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