Sexten/Rekurs - Nach eingehendem Studium der Urteile im Fall Sexten kommt der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zum Schluss, dass er gegen die ergangenen Urteile keine Berufung einlegen wird. Nach wie vor sind wir der felsenfesten Überzeugung, dass das Projekt naturschutzfachlich höchst problematisch ist und in dieser Form nie hätte genehmigt werden dürfen. Nachdem wir auf unseren offenen Brief an die Südtiroler Landesregierung bis dato keine Antwort erhalten haben, werden wir nun bzgl. der öffentlichen Bezuschussung in Millionenhöhe eine Eingabe beim Rechnungshof machen.

Flugplatz Bozen - Die Arbeitsgemeinschaft Lebenswertes Unterland, unterstützt von zahlreichen Umweltverbände und -gruppen, hat anlässlich einer Pressekonferenz erneut auf die enormen Ausgaben für den Bozner Flugplatz hingewiesen und stellt die Forderung nach dem Ende der öffentlichen Finanzierung dieser stark defizitären Struktur. Den Anlass für die Pressekonferenz boten die jüngst von Landeshauptmann Kompatscher getroffenen Aussagen, man wolle sich eine Studie der Flugplatzbetreiber zu dessen Wirtschaftlichkeit vorlegen lassen, um dann eine Entscheidung über die Zukunft des Bozner Flugplatzes treffen zu können.

Sehr geehrter Landeshauptmann Kompatscher,

sehr geehrte Mitglieder der Südtiroler Landesregierung,

 

das Verwaltungsgericht Bozen hat gestern die Urteile in den beiden behängenden Rekursen zur Skigebietsverbindung Helm-Rotwand veröffentlicht. Wie Sie sicherlich bereits erfahren haben, wurde dabei ein Rekurs als unverfolgbar erklärt, ein weiterer Rekurs abgewiesen. Diese Entscheidungen des Verwaltungsgerichtes Bozen respektiert der Dachverband für Natur- und Umweltschutz selbstverständlich, auch wenn wir uns aufgrund unserer zahlreichen dargelegten Gründe eine andere Entscheidung erwartet hätten.

Weltwassertag - Im April 2010 hat die Landesregierung den Wassernutzungsplan genehmigt und damit die Europäische Wasserrahmenrichtlinie umgesetzt. Im Plan selbst wird – vor allem was die ökologischen Themen und Details anbelangt – auf einen Gewässerschutzplan verwiesen, den es allerdings in dieser Form auch im Jahr 2014 immer noch nicht gibt. Die politische Priorität zwischen Nutzung und Schutz unserer Gewässer scheint damit klar. Anlässlich des morgigen Internationalen Tag des Wassers fordern wir daher die schnellstmögliche Realisierung eines Gewässerschutzplanes, der diesem Namen auch gerecht wird.

Was tut die neue Landesregierung, um die Gesundheitsbelastung entlang der Transitachse Brenner-Salurn jetzt zu reduzieren? - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hat heute zusammen mit dem Heimatpflegeverband Südtirol und dem Alpenverein Südtirol eine gemeinsame Pressekonferenz abgehalten, um auf die immer noch ungelöste Problematik der Gesundheitsbeeinträchtigung aufgrund des Transits entlang der Brennerachse hinzuweisen. Allein mit den politischen Vertröstungen, dass der BBT alle Probleme lösen wird, ist es nicht getan.

Die „Aktion Verzicht“ findet in der Fastenzeit 2014 zum 10. Mal statt und zwar von Aschermittwoch, 5. März bis Karsamstag, 19. April. Die Frage „Brauchen wir, was wir haben. Haben wir, was wir brauchen“ wird auch dabei wieder im Mittelpunkt stehen.
Ziel der Aktion ist es, eigene Gewohnheiten und Verhaltensmuster kritisch zu hinterfragen und gegebenenfalls zu ändern. Auch die persönliche Wertewelt soll mehr in den Vordergrund gerückt werden.

Flugplatz/Schließung - Mit seiner Forderung nach einer Schließung des Bozner Flugplatzes hat der Bozner Vizebürgermeister Klaus Ladinser aufhorchen lassen, sollte der Sicherheitsplan in der aktuellen Form nicht reduziert werden. Die Vorteile des Provinzflugplatzes stünden durch die Anwendung des aktuellen Sicherheitsplanes in keinem Verhältnis zu den massiven Immobilienentwertungen in der betroffenen Gewerbezone. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zeigt sich erfreut, dass auch Wirtschaftsexponenten den Flugplatz endlich kritisch hinterfragen. Bei der von LH Kompatscher angekündigten Diskussion sollen alle Aspekte auf den Tisch, auch jene der Wertminderungen. Unverständlich bleibt aber, dass auch der neue Landeshauptmann dermaßen an der Struktur festhält, dass er vorab doch investiert und erst danach über den (Un-)Sinn der Struktur diskutieren will.

Müllverbrennungsanlage/Betriebsstörungen - Nachdem sich Bozens Bürgermeister mit seiner sehr spekulativen Täter-Hypothese zum Sabotage-Verdacht am Bozner Müllverbrennungsofen bereits letzte Woche lächerlich gemacht hat, schließen nun Techniker und Führungskräfte des Landes Sabotage aus. Fakt bleibt, dass es in der kurzen Betriebszeit des Müllverbrennungsofens mittlerweile vier schwerwiegende Vorfälle in der Betriebsführung gegeben hat. Fakt bleibt, dass der Müllverbrennungsofen aufgrund der Überdimensionierung nach wie vor nicht ausgelastet ist und weitere Betriebsstörungen damit vorprogrammiert sind.

Am 12. Februar hat der Dachverband für Natur- und Umweltschutz seine alljährliche Delegiertenversammlung abgehalten. Eingerahmt wurde der Abend durch ein Impulsreferat zur Gemeinwohlökonomie von Michil Costa, der Verleihung der Ehrenmitgliedschaft an Roman Zanon und Luis Vonmetz sowie der Enthüllung des „Goldenen Lugenbeitls 2014“ für das gebrochene Versprechen zur Mautanpassung auf der Brennerautobahn zur Unterbindung des Umwegverkehrs.

Referendum/Direkte Demokratie - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz lädt die Bevölkerung ein, am kommenden Sonntag, den 9. Februar vom eigenen Mitbestimmungsrecht Gebrauch zu machen, am Referendum aktiv teilzunehmen und mit „NEIN“ zu stimmen, um im Konsens mit der Bevölkerung die Neuregelung der Mitbestimmungsrechte in Südtirol möglich zu machen.

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