Ausbau Flugplatz/Verwaltungsgericht - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz widerspricht den Aussagen der Leiferer Bürgermeisterin zu der am 09. Juli stattgefundenen Verhandlung um Aussetzung der Arbeiten mit einstweiliger Verfügung des Gerichtes. Die Aussetzung wurde vom Verwaltungsgericht nicht abgelehnt, wie von der Leiferer Bürgermeisterin fälschlicherweise behauptet. Die Aussetzung konnte nicht behandelt werden, da derzeit keine Arbeiten im Gange und auch nicht ausgeschrieben sind, wie die Gegenseite im Zuge der Verhandlung schriftlich zusicherte.
Somit bleibt es dem Dachverband als Rekurssteller frei, den Aussetzungsantrag jederzeit wieder einzubringen, sollten in der Zwischenzeit wider Erwarten und wider Zusicherung der Gegenseite doch mit dem Ausbau begonnen werden.

Ausbau Flugplatz/Verwaltungsgericht - Bei der heutigen ersten Verhandlung zur Aussetzung der Arbeiten hat die Gegenseite erklärt, dass ein unmittelbarer Baubeginn zur Verlängerung der Piste nicht bevorsteht. Das Gericht hat daher den Aussetzungsantrag des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz nicht behandelt und die Hauptverhandlung auf den 20. November anberaumt. Sollte in der Zwischenzeit wider Erwarten doch mit dem Ausbau begonnen werden, werden wir die Aussetzung im Dringlichkeitswege jederzeit einfordern. Somit ist der Ausbau nunmehr keine rein politische, sondern eine juristische Frage geworden.

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz übernimmt eine Pressemitteilung des verkehrspolitischen Sprechers der Grünen im Europäischen Parlament zu den Plänen der Europäischen Union, Subventionen für unrentable Flughäfen ab 2014 zu streichen. Was dies für den seit dem Ausbau 1997 defizitären Flugplatz in Bozen bedeutet, dürfte klar sein. Daher sind weitere Investitionen umgehend zu stoppen, um nicht noch mehr Steuergeld beim Fenster hinaus zuwerfen.

Staatsbeihilfen - Europäische Kommission will unrentablen Flughäfen den Geldhahn abdrehen

Die Europäische Kommission stellte heute den Entwurf für Leitlinien vor, nach denen sie ab 2014 staatliche Beihilfen für Flughäfen auf deren Vereinbarkeit mit dem EU-Wettbewerbsrecht prüfen will.[1]

Flugplatzausbau/Kosten - Durch den Ausbau des Bozner Flugplatzes ändert sich dessen Klassifizierung und somit auch die Sicherheitsauflagen. Dadurch steigen auch die Anforderungen und damit die Kosten für Dienste wie die Flugplatzfeuerwehr. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz sieht sich in seiner Behauptung bestätigt, dass der jetzt geplante Ausbau nicht zur Effizienzsteigerung beiträgt, sondern im Gegenteil noch höhere Kosten verursacht. Daher fordern wir, dass die Ausbaupläne nicht mehr von der scheidenden Landesregierung abgenickt werden sollen, sondern dass die Entscheidung auf die Zeit nach den Landtagswahlen verschoben werden soll.

Raumordnung/Umwidmungen - Jüngste Meldungen der von der Gemeinde Eppan angedachten Einleitung des Kulturänderungsverfahrens zur Umwandlung von über 22 Hektar Wald in Landwirtschaftsgebiet (darunter zu verstehen ist die Umwandlung in Wiese, bestockte Weide, alpines Grünland, Weinberg oder Obstbaugebiet) lassen die Wogen hochgehen. Dieses kühne Vorhaben der Gemeinde Eppan zwecks Geldbeschaffung zum Füllen der (unverschuldet?) leeren Gemeindekasse, erscheint unglaublich, wirft aber ein bezeichnendes Licht auf die derzeit gängige Praxis. Natur- und Landschaftsschutz spielen bei der Genehmigung eine untergeordnete Rolle, und der Wald wird in den meisten Fällen als nutzlos angesehen, sodass es nichts auszumachen scheint, wenn Stück für Stück davon zum „Wohle der Allgemeinheit“ verschwindet.
EBI-Tempo 30 - Die Europäische Bürgerinitiative „30km/h – macht die Straßen lebenswert!“ setzt sich für Tempo 30 als Standardgeschwindigkeit innerorts ein, was eine ganze Reihe von Vorteilen mit sich bringt:
Nachweislich nehmen Zahl und Schwere von Verkehrsunfällen ab. Der Lärm geht zurück. Die Luftverschmutzung und der CO2-Ausstoß werden reduziert und der Verkehr fließt besser. Die Menschen können angstfreier und umweltfreundlicher unterwegs sein (Zu-Fuß-Gehen, Fahrradfahren sowie Bus und Bahn nutzen). Unterstützt werden kann die Initiative mit einer Unterschrift im Internet auf: www.30kmh.eu/ und ab dieser Woche in allen Gemeinden Südtirols. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hat allen Gemeinden Unterschriftenlisten zugesandt und koordiniert die Initiative in Südtirol.
A22 - Das Thema der Gesundheitsgefährdung wird endlich ernst genommen. - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zeigt sich über die Reaktion von Thomas Baumgartner in der „Neuen Südtiroler Tageszeitung“ erfreut. Art und Heftigkeit der Reaktion zeigen, wie nervös mittlerweile auch die Transportlobby reagiert und wie ernst das Thema der Gesundheitsgefährdung genommen wird. Inhaltlich ist die Reaktion Baumgartners aber ein Verdrehen von belegten Zahlen und Tatsachen. Gerne informieren wir auch Herrn Baumgartner korrekt und ausführlich zum Thema Transit und Gesundheitsgefährdung.

SEAB/Müllvermeidung - Mit der neuen Werbekampagne zum Restmüll katapultiert sich die SEAB (Energie-Umweltbetriebe Bozen AG) in die Steinzeit der Mülltrennung zurück. Es werden so nicht nur alle Bemühungen zur Steigerung des Anteils getrennt gesammelter Stoffe konterkariert, es wird gleichzeitig auch suggeriert, dass sich durch die undifferenzierte Restmüllsammlung all unsere Abfallprobleme auch für zukünftige Generationen lösen lassen. Sinn und Zweck dieser Kampagne dürfte es sein, dem in Kürze in Betrieb gehenden und stark überdimensionierten Müllverbrennungsofen ausreichend Müll mit hohem Brennwert zur Verfügung stellen zu können. Die Vermeidungspolitik der SEAB sowie der Verantwortlichen im Bozner Rathaus ist also alles andere als kohärent.

Das Erschließungsprojekt "Wald- und Almerschließungsweg zur Antersasc-Alm" kann von der Landesregierung nur abgelehnt werden.
Sehr geehrte Mitglieder der Südtiroler Landesregierung,

der Dachverband für Natur- und Umweltschutz wendet sich nochmals in der Angelegenheit des Erschließungsprojektes Antersasc-Alm in dem unter dreifachem Schutz (Naturpark, Natura2000-Gebiet und Teil des UNESCO-Weltnaturerbes) stehenden Gebiet an Sie und möchte Sie an die zahlreichen, allesamt negativen Gutachten im Verlaufe des Genehmigungsverfahrens für das Almwegeprojekt erinnern.

Der Rambach ist eine seltene Besonderheit – für den Vinschgau und für das ganze Land: Er ist der letzte Talfluss, der nicht hydroelektrisch genutzt wird. Bestrebungen zur Wasserkraftnutzung am Rambach gibt es schon lange. Projekte zur Errichtung eines Großkraftwerks wurden aus ökologischen Gründen abgelehnt, über die Errichtung eines Kraftwerks mit mittlerer Nennleistung (max. 3 MW) wird aber dennoch in einer Bürgerbefragung abgestimmt.

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