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Methangasleitung durch die Ahrauen

Nachdenkpause für umweltschonende Neutrassierung nutzen - Die Vereinigung Südtiroler Biologen, der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und das Referat für Natur und Umwelt im AVS fordern die Landesregierung und die Behörden auf, eine landschaftsschonendere Variante für die Methangasleitung nach Bruneck zu wählen. Dafür gibt es von Seiten der Umweltschützer und Bauern bereits Vorschläge, weshalb alle Seiten in die Verhandlungen miteinbezogen werden sollen.

Die rücksichtslose Vorgangsweise der Baufirma, die fehlenden Absprachen mit den Grundbesitzern und die teilweise falschen Informationen, die von den Behörden in den Medien verbreitet wurden, haben massive Proteste der Bauern, Umweltschützer und der Bevölkerung hervorgerufen. Die Nachdenkpause vor dem Weiterbau der Methangasleitung sollte genutzt werden, um die Anliegen und Bedenken aller Betroffenen anzuhören und ernstzunehmen.

AVS, Dachverband und Biologenvereinigung unterstützen die Forderung der Initiative „Flusspark Ahrauen“, das sensible Schutzgebiet der Ahraue vor weiteren Eingriffen zu bewahren.


Roman Zanon kommt, Kuno Schraffl verabschiedet

Roman Zanon ist der neue Vorsitzende des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz in Südtirol. Die Vollversammlung des Dachverbandes hat ihn einstimmig gewählt. Im Anschluss an die Wahlen fand die 21-Jahr-Feier statt, bei der Roman Zanon vorgestellt und der langjährige Vorsitzende Kuno Schraffl verabschiedet wurde.

Seit dem Rücktritt von Kuno Schraffl führte Norbert Lantschner interimistisch den Vorsitz des Dachverbandes. Mit der Vollversammlung ist der neue Vorsitzende im Amt. Roman Zanon aus Brixen ist seit 15 Jahren in der Umweltbewegung tätig und war bereits in den 90er Jahren Vorstandsmitglied im Dachverband.


Brennerbasistunnel-Variante

SO NICHT! -Umweltorganisationen gegen die derzeit geplante Brennerbasistunnel-Variante - 

Sechs wichtige Umweltorganisationen Südtirols sprechen sich gegen die derzeit geplante Brennerbasistunnel-Variante aus. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz, die Transitinitiative Südtirol, der Umweltbund Südtirol, der Heimatpflegeverband Südtirol, der Alpenverein Südtirol (AVS) und die Umweltschutzgruppe Wipptal hinterlegten bei der Landesumweltagentur schriftlich ihre Bedenken. Sie appellieren stattdessen daran, endlich eine neue und umweltgerechte europäische Verkehrspolitik einzuschlagen. Diese müsse sich an der Gesundheit der Menschen und der Erhaltung der Umwelt orientieren, nicht an Profitdenken und Privatinteressen.


Hoffnungsschimmer beim Verkehr

Transit/Maßnahmen - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz begrüßt die Initiative des Landesrates Michl Laimer, in der Verkehrspolitik gemeinsam mit Nordtirol vorzugehen. Die umgehende Umsetzung des Verbots für schadstoffreiche Lkws, die Weiterführung der Rollenden Landstraße (RoLa) und die schadstoffbezogene Maut wären Schritte in die richtige Richtung.

Wichtig ist, dass Nord- und Südtirol gemeinsam die Lkw-Klassen Euro 0 und Euro 1 von den Straßen verbannen. Wenn das Verbot rechtlich hält, sollten unbedingt auch die Euro-2-Lkw in das Verbot miteingeschlossen werden. Neueste Tests haben ergeben, dass die Euro-2- und 3-Klasse die Umwelt mehr belasten als Fahrzeuge der Euro-1-Stufe.


„Feuer in den Alpen“

Internationale Kampagne - In der Nacht vom 9. auf 10. August 2003 werden an weit über 50 Orten in den Alpen Mahnfeuer entzündet, um ein sichtbares Zeichen für eine menschen- und umweltgerechte Entwicklung in den Berggebieten zu setzen. In Südtirol werden insgesamt fünf Feuer brennen. Drei sind gegen die Belastungen durch den Verkehr gerichtet.

Schon im Mittelalter warnten die Alpenbewohner mit Höhenfeuern vor herannahenden Feinden. Heute sind Umweltprobleme der größte Feind für die Bergregionen. Seit einigen Jahren griffen daher Umweltorganisationen in den Alpen die mittelalterliche Tradition wieder auf und machen mit Höhenfeuern, Fackelwanderungen, Feuerspektakeln u.ä. am 2. Augustwochenende jeden Jahres auf Umweltbrennpunkte wie Lösungsansätze aufmerksam.


Protokoll "Wasser"
18.07.2003

Protokoll "Wasser"

CIPRA fordert Protokoll "Wasser" der Alpenkonvention - Die Internationale Alpenschutzkommission CIPRA fordert seit vielen Jahren, dass die Alpenstaaten ein Protokoll „Wasser“ der Alpenkonvention ausarbeiten. Anlässlich des UNO-Jahres des Süßwassers 2003 hat die CIPRA heute in Innsbruck nun selber einen ausformulierten Vorschlag für ein solches Protokoll in den vier Alpenkonventions-Sprachen vorgelegt. Die Alpenstaaten und die Europäische Union haben am 1991 in Salzburg die Alpenkonvention unterzeichnet. Danach haben alle Vertragspartner dieses internationale Vertragswerk zum Schutz und zur nachhaltigen Entwicklung des Alpenraums ratifiziert, so dass es in den Alpen geltendes Recht ist.

Die Alpenkonvention sieht die Konkretisierung ihrer Bestimmungen in so genannten Durchführungsprotokollen vor. Solche Protokolle wurden für neun Bereiche bereits ausgearbeitet, zum Beispiel zu den Themen „Naturschutz und Landschaftspflege“, „Energie“, „Verkehr“ oder „Tourismus“.


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