Montag, 07. Mai 2018 11:06

Auch LH Kompatscher endlich für konkrete Maßnahmen zur Eindämmung des Umwegverkehrs

Transit/Maßnahmen - LH Kompatscher kündigte anlässlich des Symposiums „BBT – Zukunft Transportwesen in Südtirol“ an, sich einerseits für die Harmonisierung des LKW-Mauttarifs auf der Brennerautobahn einsetzen zu wollen und andererseits von Nordtirol die Anhebung der billigen Dieselpreise zu fordern, damit so die Anreize für den gesundheitsschädlichen Umwegverkehr über den Brenner wegfallen. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz begrüßt diese Aussagen des Landeshauptmanns, der damit die jahrelangen Forderungen des Dachverbandes zur Eindämmung des Transitverkehrs aufgreift.

Die Anpassung der Maut für den Schwerverkehr auf der Brennerautobahn an Nordtiroler Verhältnisse und ein Ende des billigen Diesels in Nordtirol - diese beiden Forderungen, die der Dachverband für Natur- und Umweltschutz seit Jahren postuliert, hat nun auch Landeshauptmann Kompatscher anlässlich eines am Samstag abgehaltenen Symposiums in der Technologischen Fachoberschule „Max Valier“ zum Thema „BBT – Zukunft Transportwesen in Südtirol“ aufgegriffen.


Der Transitverkehr auf der Brennerautobahn besteht nämlich zu einem Drittel aus sogenanntem Umwegverkehr. Dabei wird bewusst eine bis zu 300 km längere Fahrt über den Brenner in Kauf genommen, weil diese Verkehrsroute aufgrund der günstigen Maut- und Dieselpreise im Vergleich zur kürzeren Verbindung durch die Schweiz finanziell deutlich attraktiver ist. Mit der längeren Fahrt steigen auch die Emissionen und damit die negativen gesundheitlichen Folgen des Transits. An der Brennerautobahn werden die gesundheitsrelevanten Stickoxid-Grenzwerte kontinuierlich überschritten.

 

Daher ist es höchst an der Zeit, dass endlich auch die Politik reagiert. Die beiden nun auch von Landeshauptmann Kompatscher übernommenen Forderungen wären geeignet für  eine rasche und wirksame Reduzierung der Verkehrsbelastung, da sie sofort umgesetzt werden könnten, keine baulichen Maßnahmen voraussetzen, keine Kosten verursachen, sondern im Gegenteil öffentliche Einnahmen generieren würden. Also eine Reihe von Vorteilen gegenüber Mammutprojekten wie dem BBT. Vielleicht werden die genannten Maßnahmen gerade deswegen von verschiedenen Lobby-Kreisen bekämpft.

 

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hofft, dass LH Kompatscher auch anlässlich des Verkehrsgipfels am 12. Juni in Bozen diese beiden Forderungen klar und unmissverständlich zur Sprache bringen und deren rasche Umsetzung einfordern wird.