Donnerstag, 17. Mai 2018 10:52

DVN-Leserbrief zu 'Dolomiten'-Kommentar

Sehr geehrter Herr Heidegger,

Ihr Kommentar von letztem Freitag war nicht nur der Pestizid-Wanderung selbst, sondern auch der Berichterstattung Ihres eigenen Mediums voraus. In der Samstagsausgabe berichtet das Tagblatt der Südtiroler von den Ergebnissen der von ISPRA veröffentlichten Untersuchungen zu Pestiziden auch in den Südtiroler Gewässern. Dabei wurden an nicht weniger als 16 von 17 untersuchten Standorten Pestizide im Wasser festgestellt, so unter anderem im Großen und Kleinen Kalterer Graben sowie im Kalterer See selbst.

In der Pfusser Lahn – und als Kalterer wissen Sie natürlich, wo sich diese befindet – wurden dabei sogar die vom Gesetz vorgesehenen Grenzwerte überschritten. Die Gegend gehört auch Ihrer Meinung nach „zu den schönsten im ganzen Land. Nicht zuletzt auch wegen der Obstwiesen und Weinberge rundherum“. Der Studie nach zu urteilen aber auch zu einer mit Pestiziden an allen Ecken und Enden belasteten.

Böse protestierende Umweltschützer, böse ISPRA, böse Gesetze und böse Grenzwerte. Nur die Landwirtschaft, die hat mit den Pestiziden in den Gewässern natürlich nichts zu tun. Die Bauern sind ja Ihrer Aussage nach die Letzten, „denen ihr eigener Grund und Boden nicht am Herzen liegt“.

 

Der Vorstand und die Geschäftsstelle des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz

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