Donnerstag, 25. August 2011 09:08

UVP-Gutachten bestätigt unsere Kritik

Windpark Brenner/UVP-Gutachten - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz sieht sich durch die klare Ablehnung der Windkraftprojekte am Brenner in seinen Befürchtungen zu deren überwiegend negativen Auswirkungen bestätigt. Angesichts der breiten und umfassenden Ablehnung dürfte es für die Landesregierung sehr schwer sein, das Projekt dennoch glaubwürdig zu genehmigen.
Die sehr umfangreichen technisch-wissenschaftlichen Qualitätsurteile sowie die detaillierte Bewertung aller relevanten Bereiche durch den UVP-Beirat wie dem Straßenausbau, den großflächigen Erdbewegungen im Hochgebirge, den gefährdeten Feuchtgebieten, den Auswirkungen auf das Landschaftsbild und nicht zuletzt dem europaweit bedeutenden Vogelzug bestätigen den Dachverband für Natur- und Umweltschutz in seiner Haltung, dass Windkraftprojekte in diesen hochgelegenen Gebieten abzulehnen sind.


Die Windkraft ist eine von mehreren Säulen einer zukünftigen Energieversorgung ohne fossile und nukleare Quellen. Daher hat sich der Dachverband auch nie grundsätzlich gegen die Nutzung von Windkraft ausgesprochen. Sie macht aber nur dort Sinn, wo die positiven Auswirkungen überwiegen. Dies ist in den alpinen Lagen des Sattelberges und des Sandjoches aufgrund all der negativen Einflüsse auf Flora, Fauna und Landschaft nicht der Fall.
Die beiden Anlagen im Brennergebiet hätten ca. 1,6% der Südtiroler Stromproduktion ausgemacht. Ein Wert, den man ohne weiteres auch durch eine wohlüberlegte und konsequente Effizienzpolitik im Energiebereich erreichen kann, da diese von allen alternativen Energieformen das größte Ausbaupotential besitzt. Daher muss das überwiegend öffentliche Interesse in der flächendeckenden Steigerung der Energieeffizienz begründet sein und nicht in den wirtschaftlichen Überlegungen eines privaten Unternehmens.
Wir erwarten uns demnach von der Südtiroler Landesregierung, dass sie diese klare, eindeutige und solide begründete Entscheidung des Umweltbeirates respektiert und diese ihrerseits bestätigt.

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