Der Landtag verabschiedete ein Naturschutzgesetz, das nun einigen Landtagsabgeordneten und Landesräten inklusive Landeshauptmann im Bereich der Gülleausbringung auf Natura-2000-Schutzgebieten zu restriktiv erscheint. Daher wird der betreffende Artikel von diesen Landesräten und dem Landeshauptmann gesetzeswidrig am Landtag vorbei einfach "um-interpretiert".

Mit dem heutigen Beschluss der Landesregierung zur Annahme des Masterplanes rund um die Verlängerung der Konzession am Bozner Flugplatz gibt diese dem Druck der großen Wirtschaftsverbände im Lande nach und missachtet dabei die Ergebnisse der Mediation, welche von ihr selbst angestrengt wurden. Viel schlimmer wiegt aber die Tatsache, dass die Landesregierung auch gegen den Willen des eigenen Volkes entscheidet, das sich in einer Volksabstimmung mit über 80% gegen die weitere öffentliche Finanzierung des Flugverkehrs in Südtirol ausgesprochen hat.

Da nicht alle Antworten auf Fragen, die bis Donnerstag - 17 Uhr an LR Widmann zum Flugplatz und zum Masterplan gestellt werden konnten, ins Netz gestellt wurden, wie ursprünglich angekündigt, senden wir Ihnen nachstehend die Fragen des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz sowie die diesbezüglich erhaltenen Antworten:

LH Durnwalder instrumentalisiert die gegenwärtige Katastrophe in Japan, um "kleine Wunden" bei der Nutzung von Wasserkraftwerken, Solaranlagen und auch Windrädern zu legitimieren. Von den wirklich zukunftsfähigen Ansätzen Energieeffizienz und intelligente Energienutzung ist man in Südtirol noch meilenweit entfernt. Die Tiroler Landesregierung weiß sehr wohl zu differenzieren und lehnt den Windpark am Brenner aufgrund der gegebenen Umweltbedenken ab.

Am 22. März wird alljährlich der internationale Tag des Wassers abgehalten. In Südtirol sind wir in einer sehr privilegierten Lage, was Qualität und Quantität des Wassers anbelangt. Allerdings nehmen dies viele SüdtirolerInnen als Selbstverständlichkeit hin. Auch deshalb ist eine Sensibilisierung zum Thema Wasser in Südtirol sehr wichtig, vor allem in Hinblick auf das nationale Referendum, welches die drohende Privatisierung des Trinkwassers verhindern will.

Die in der heutigen Ausgabe des Tageszeitung "Dolomiten" vorgestellten Teile des Masterplanes zum Flugplatz Bozen offenbaren vor allem eines: Der Flugplatz wird auch in den nächsten 20 Jahren eine überaus defizitäre Struktur ohne strategische Bedeutung für den Flugverkehr bleiben. Neben den Investitionsmitteln in doppelstelliger Millionenhöhe sprechen mittlerweile auch die politischen Befürworter von zukünftig notwendigen Bezuschussungen mit Steuergeldern für den Betrieb. Ein desaströses Entwicklungskonzept für eine verkehrstechnische Infrastruktur ohne öffentlichen Nutzen, der nur Wenigen als Prestigeobjekt dient.

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