Flugplatz Bozen/Rechtfertigung - Die siechen Rechtfertigungsversuche vom SVP-Fraktionsvorsitzenden Elmar Pichler Rolle zum Ausbau des Bozner Flugplatzes können nicht unwidersprochen bleiben. Noch immer versucht man den Südtiroler Bürgerinnen und Bürgern den Flugplatz als Erfolgsgeschichte und unbedingte Notwendigkeit zu verkaufen. Und laut Aussendung überwiegen auch jetzt noch die Vorteile. Dabei geht es beim jetzigen Ausbau eher darum, die politischen Fehlentscheidungen der letzten 14 Jahre rund um den Bozner Flugplatz zu zementieren, anstatt politische Verantwortung zu übernehmen, Weitsicht erkennen zu lassen und als Vertreter des Volkes dessen Willen zu respektieren.

Ausbaupläne offengelegt – Keine einvernehmliche Zustimmung!
Beim gestrigen Abschluss des Runden Tisches wurde die Pistenlänge besprochen. Damit hat Mobilitätslandesrat Widmann wie angekündigt alle Pläne zum Ausbau des Bozner Flugplatzes offengelegt. Allerdings hat der Runde Tisch nicht die Aufgabe, einen Konsens zu finden. Die endgültige Entscheidung um den Ausbau ist und bleibt eine politische.

Offener Brief von Heimatpflegeverband und Dachverband
Sehr geehrte Herren!
Trotz der Superlativen an landschaftlicher Schönheit und geologischem Formenschatz ist das Karerpassgebiet nach wie vor durch massive Erschließungen beeinträchtigt.
Der Bau der Karerpass-Siedlung Ende der 60-iger bzw. im Laufe der 70-iger-Jahre war mit einer bis dahin beispiellosen Bodenspekulation verbunden. Jetzt ist man dabei, dieselben Fehler zu machen, wie vor 40 Jahren. Abgesehen von der maßlosen Aufrüstung für den Wintersport der letzten Jahre solle nun auf der sog. „Angerlealm“ ein Camping mit 100 Stellplätzen angelegt werden. Dafür soll ein Teil des Bergwaldes und des „alpine Grüns“ geopfert werden.

Windpark Brenner/Variante - Unverständlich ist für den Dachverband für Natur- und Umweltschutz die nunmehrige positive politische Bewertung des Projektes Sattelberg in Bezug auf die Umweltverträglichkeit, hat sich doch der UVP-Beirat mit überwältigender Mehrheit, klar und mit fachlich sehr breiter Begründung sowohl gegen das Projekt Sattelberg als auch gegen das Projekt Sandjoch ausgesprochen. Der Verzicht auf eines der beiden Projekte macht das andere nicht automatisch umweltverträglicher.

- Dachverband für Natur- und Umweltschutz fordert kurz- und mittelfristige Maßnahmen anstatt ständige Vertröstungen!
- Gewinne der Autobahn (467 Millionen Euro) sollen für die sofortige Entlastung der Leid geplagten Anrainer verwenden werden!
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An einem Infoabend in Klausen sicherte kürzlich Herr Prof. Bergmeister die Realisierung des BBT für 2025 und seine Inbetriebnahme für 2026 zu. Auch die Zulaufstrecke zwischen Franzensfeste und Waidbruck soll laut Bergmeister bis 2025 fertig sein, obwohl deren Finanzierung erst zu einem Teil gesichert ist.

Unesco-Inspektor Worboys zeigt sich an Kritikpunkten sehr interessiert.
Beim Zusammentreffen mit Prof. Graeme Worboys konnte der Dachverband für Natur- und Umweltschutz eine Reihe von heiklen Punkten im Zusammenhang mit dem Unesco-Weltnaturerbe Dolomiten ansprechen. Worboys zeigte sich sehr interessiert an unseren Anliegen und sagte uns eine Berücksichtigung in seinem Bericht zu.

Dachverband für Natur- und Umweltschutz gibt sich in Sachen Antersasc zuversichtlich
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz ist verwundert über die Bestrebungen der Landesregierung, den Bau des Almerschließungsweges auf die Antersasc-Alm auf der selben Trasse mittels Beschluss genehmigen zu wollen, obwohl das Verwaltungsgericht genau diesen Beschluss schon einmal aufgehoben hat. Wir gehen jedoch davon aus, dass auch die Landesregierung am Montag in Abwägung aller fachlichen Gründe nur zu einer Ablehnung des Beschlusses kommen kann, um die Ursprünglichkeit dieses Teils des Weltnaturerbes Dolomiten zu bewahren.

Windpark Brenner/UVP-Gutachten - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz sieht sich durch die klare Ablehnung der Windkraftprojekte am Brenner in seinen Befürchtungen zu deren überwiegend negativen Auswirkungen bestätigt. Angesichts der breiten und umfassenden Ablehnung dürfte es für die Landesregierung sehr schwer sein, das Projekt dennoch glaubwürdig zu genehmigen.
Die sehr umfangreichen technisch-wissenschaftlichen Qualitätsurteile sowie die detaillierte Bewertung aller relevanten Bereiche durch den UVP-Beirat wie dem Straßenausbau, den großflächigen Erdbewegungen im Hochgebirge, den gefährdeten Feuchtgebieten, den Auswirkungen auf das Landschaftsbild und nicht zuletzt dem europaweit bedeutenden Vogelzug bestätigen den Dachverband für Natur- und Umweltschutz in seiner Haltung, dass Windkraftprojekte in diesen hochgelegenen Gebieten abzulehnen sind.

Problembären/Management - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zeigt sich angesichts der pauschalen und unqualifizierten Aussagen und Forderungen des Südtiroler Bauernbundes zum Thema Bärenpopulation und Problembären sehr überrascht. Anstatt mit allen Interessierten nach gangbaren Wegen in Sachen Bärenmanagement zu suchen, werden lieber Ängste geschürt und weiter polarisiert.
Seit den Neunziger Jahren läuft das Wiederansiedlungsprojekt "Life Ursus" in der Region. Der einzige Beitrag von Südtiroler Seite dazu ist in den letzten Jahren aber die Forderung der Bauernlobby und einiger Politiker, dass das Projekt gestoppt und am besten alle Bären entfernt werden sollten.

Der Alpenverein Südtirol, der Dachverband für Natur- und Umweltschutz und der Heimatpflegeverband Südtirol präsentieren die aktuelle Broschüre Umwelt & Recht in Südtirol.
Umwelt & Recht in Südtirol versucht die oftmals trockene und komplizierte Sprache der Umweltgesetzgebung verständlich aufzubereiten und einem breiten Publikum zugänglich zu machen. Die Sachthemen zu Umwelt und Recht sind von Experten in geraffter und gut strukturierter Form aufbereitet, fundiert recherchiert, objektiv und praxisbezogen. Die gezielte Bebilderung und die Angabe von Fallbeispielen veranschaulicht den theoretischen Teil und zeigt beispielhaft die gelebte Praxis.

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