Fledermäuse im Internet (Webcam) zu sehen

Fledermäuse sind eine gefährdete Tiergruppe. Ihr Schutz ist notwendig, und auch rechtlich vorgeschrieben. Da viele Arten Kulturfolger sind und ihre Verstecke in der Nähe des Menschen haben, ist eine gezielte Öffentlichkeitsarbeit äußerst wichtig. Dem steht die heimliche Lebensweise der Fledermäuse im Wege.
Dies wird ab nun anders: Südtirols Fledermäuse sind ab sofort im Internet zu bewundern. Eine Webcam sendet Livebilder aus dem Dachboden einer Kirche, in dem sich Fledermäuse aufhalten. Interessierte Beobachter können das Treiben der Tiere mitverfolgen und werden entdecken, dass Fledermäuse keineswegs den ganzen Tag verschlafen! Ende Juni, Anfang Juli werden in diesem Versteck zudem Geburten stattfinden und auch die Jungenaufzucht und –Pflege kann live bewundert werden.

Begleitende Texte geben allgemeine Informationen über die gezeigten Fledermäuse und erklären die Bilder (in Form eines Tagebuchs). Im Lauf der Saison werden auch besondere Momente des Fledermauslebens auf Film festgehalten und ebenfalls auf diese Seite gestellt.

Die gezeigten Fledermäuse sind nicht irgendwelche, sondern Große Hufeisennasen, die gefährdetste Art im Gebiet und in ganz Europa. Es gibt nur mehr eine einzige größere Kolonie, welche sich im oberen Vinschgau, in Schluderns befindet. Deshalb befindet sich die Seite auf der Homepage der Gemeinde Schluderns: http://www.comune.sluderno.bz.it/system/web/

Webcam und Seite wurden im Rahmen des Schutz- und Forschungsprojekts „Jagdlebensräume der Großen Hufeisennase im oberen Vinschgau: Gefährdung und Schutzmaßnahmen“ eingerichtet, bei welchem die Gemeinde Schluderns die Trägerrolle innehat. Das Projekt wird vom Landschaftsfond der Provinz Bozen gefördert. Die ForscherInnen Eva Ladurner, Christian Drescher, Claudia Prünster und Andrea Schwembacher gehen zunächst den Fragen nach, welche Jagdlebensräume die Fledermäuse der Schludernser Kolonie nutzen und welchen Veränderungen diese unterworfen sind, um dann zielführende Schutzkonzepte ausarbeiten zu können, welche dann auch mit Hilfe intensiver Öffentlichkeitsarbeit umgesetzt werden sollen.

Für weitere Informationen:
Dr. Christian Drescher, Projektleiter „Jagdlebensräume der Großen Hufeisennase im oberen Vinschgau: Gefährdung und Schutzmaßnahmen“,
Tel. 0473 449377 - Handy 340 6221046


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