Freitag, 17. Oktober 2014 09:26

Transit-Graffitis: Die Wahl ist gefallen

TRANSIT-Graffiti-Wettbewerb -   Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz verwandelte den Bozner Kornplatz Anfang Oktober in einen Tummelplatz für Graffiti-Künstler zum Thema Transit. In den vergangenen zehn Tagen konnte die Öffentlichkeit das schönste und passendste Graffiti auf www.umwelt.bz.it/transit-graffiti.html wählen. Innerhalb dieser Zeit wurden über 800 Stimmen online abgegeben. Die Künstler der drei meist gewählten Graffitiwerke wurden nun abschließend mit einem Diplom und einem Geldpreis prämiert.

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz hat in Zusammenarbeit mit der Umweltgruppe Bozen und dem Graffiti-Verein Volontarius/Murarte einen Graffiti-Wettbewerb zum Thema Transit ausgelobt. Bewusst wurde das Thema möglichst weit gefasst, um den teilnehmenden Künstlern alle Freiheiten zu lassen und sie nicht in eine Richtung zu beeinflussen. An den Werken der sieben teilnehmenden Künstler/innen sieht man auch das breite Spektrum an Zugängen, die die Gesellschaft zum Thema Transit hat. Dies war für den Dachverband für Natur- und Umweltschutz auch einer der Beweggründe, den Wettbewerb auszuschreiben.
Bis zum 14. Oktober konnte jeder Interessierte dabei seinen persönlichen Favoriten wählen, indem er auf der Webseite des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz (www.umwelt.bz.it/transit-graffiti.html) online seine Stimme abgab. In den zehn Tagen des Votings wurden insgesamt 809 Stimmen für die sieben Werke abgegeben. Dabei platzierte sich Filippo Maselli auf dem ersten Platz, gefolgt von Timo auf Platz zwei und schließlich Egeon auf dem dritten Platz. Die drei Erstplatzierten erhalten neben einem Diplom für ihre erfolgreiche Teilnahme auch einen Geldpreis.
Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz möchte sich aber bei allen sieben Graffiti-Künstlern recht herzlich für ihre Teilnahme bedanken. Sie alle haben mit ihren Werken mitgeholfen, das Thema Transit von einer ungewohnten Seite aufzurollen und zurück ins öffentliche Bewusstsein zu bringen.

Der Transit, also die durch unser Land rollende Verkehrslawine ist kein Thema, das den Menschen akut unter den Nägeln brennt, sondern eine permanente Tatsache, und dies seit Jahren und Jahrzehnten. Menschen über die vielfältigen Problematiken und Belastungen, die der Transit mit sich bringt, zu informieren und zu sensibilisieren, ist bei diesem alltäglichen Phänomen schwieriger denn je.
Wir wollten wissen, wie die junge Generation den Transit sieht und haben dazu Graffiti-Künstler/innen eingeladen, ihre Gedanken zum Thema Transit mittels Graffitis auszudrücken. Für Tobias Planer und Riccardo Rizzo vom Verein Murarte ist klar: „Junge Menschen interessieren sich sehr wohl für aktuelle Themen, machen sich Gedanken dazu und möchten stärker gehört werden, wenn man ihnen den nötigen Raum lässt. Die Werke der teilnehmenden Graffitaros sind nicht bloß an die Wand gesprühte Farbe, sie enthalten Ansichten, Stellungnahmen und Botschaften.“
Für den Dachverband war dabei selbstverständlich, dass die gesamte Aktion möglichst ressourcenschonend ausgerichtet war. So wurden die Werke auf komplett wiederverwendbaren Wänden mit umweltfreundlichen Farben auf Wasserbasis erstellt.

Bild: hinten von links Tobias Planer (Murarte), Sonja Abrate (UG Bozen), Klara Kofler (Dachverband), Thomas Bracchetti (UG Bozen), Riccardo Rizzo (Murarte), Andreas Riedl (Dachverband); vorne von links Filippo Marselli - 1. Preis, Egeon 3. Preis, Timo 2. Preis

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