Dienstag, 23. März 2010 09:47

Trambahn ins Überetsch in aller Munde

Überetscher Bahn/Realisierung - Die Überetscher Bahn ist nach wie vor Tagesthema. Den verschiedenen politischen Bekundungen zufolge stehen einer Umsetzung des Projektes auch keine unlösbaren Probleme mehr im Weg. Bei aller Unterstützung für eine rasche Realisierung fordert der Dachverband für Natur- und Umweltschutz sich auf die Bedürfnisse des Nutzers als vorrangige Bezugsgröße zu konzentrieren, damit die Tram auch das halten kann, was bereits im Vorfeld versprochen wird.


Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zeigt sich über die angeregte und medial sehr getragene Vorstellung eines möglichen Projektes zur Verwirklichung einer Bahn ins Überetsch sehr erfreut. Es steht außer Frage, dass auch solche Projekte endlich angedacht werden müssen, um den täglichen Verkehrsströmen, Staus und der damit zusammenhängenden Umweltbelastung in der Landeshauptstadt konkret begegnen zu können. Wir erwarten uns, dass diese Diskussion von der Entscheidungsträgern auf Landes- und Gemeindeebene auch nach dem 16. Mai mit dem selben Nachdruck verfolgt wird.
Durchaus positiv ist auch die Initiative eines Unternehmens, hier ein mögliches Projekt vorzulegen und durch die Einreichung dieses Projektes bei den zuständigen Stellen eine Entscheidung in absehbarer Zeit herbeizuführen. Allerdings sollte bei allen zu treffenden Entscheidungen, unabhängig ob grundlegender Natur oder Details, als Bezugsgröße stets der Nutzer sowie die Zielvorgabe der möglichst effizienten öffentlichen Verbindung vom Überetsch nach Bozen im Vordergrund stehen und nicht etwa Vorgaben von Seite planender bzw. ausführender Unternehmen.
Diese Bedürfnisse der Nutzer können, müssen sich aber nicht unbedingt mit dem jetzt zur Debatte stehenden Projekt decken. Dies betrifft etwa Streckenführung, Haltestellen, Endstation und viele andere Eckpunkte des Projektes. Es ist etwa nicht nachzuvollziehen, warum die Endstation in Bozen nicht in das Bahnhofsareal gelegt wird, sondern kurz davor am Verdiplatz enden soll. Zudem sollte es mittlerweile zum Standard gehören, dass die Bevölkerung bei derart großen Projekten von Anfang an informiert und eingebunden wird. Daher wird der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zusammen mit den Umweltgruppen von Bozen, Eppan und Kaltern - ganz bewusst nach den Gemeinderatswahlen - einen öffentlichen Informationsabend organisieren, bei dem das nun aktuelle, aber auch andere Projekte (Knoflacher-Studie) und Konzepte einer interessierten Öffentlichkeit vorgestellt werden sollen.

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