Montag, 11. Oktober 2010 11:34

Sinnlose Asphaltierung in Prader Sand genehmigt

Prader Sand/Radweg - Die Südtiroler Landesregierung hat den Rekurs des Prader Bürgermeisters Hubert Pinggera angenommen und somit die umstrittene Asphaltierung des Radweges durch die Prader Sand genehmigt. Alle möglichen Alternativen zur Asphaltierung, mehrere fachliche Gutachten sowie die Ablehnungen durch die Landschaftsschutzbehörden wurden ignoriert. Die bekannte Prader Sand wird durch diesen negativen Eingriff ihren bisherigen natürlichen Charakter verlieren. Vollkommen unverständlich ist auch die Haltung der Prader Gemeindeverwaltung, wenn diese einerseits Investitionen für ein Naturerlebniskonzept vorantreibt, andererseits aber keinerlei Maßnahmen für den ökologischen Erhalt dieses sensiblen Ökosystems umsetzt.


Wir geben hiermit unseren Unmut über die verantwortungslose Haltung der Landesregierung und besonders jener der Gemeinde Prad bekannt und hätten uns ein erfreulicheres Ereignis im Internationalen Jahr der Biodiversität für die Prader Sand vorgestellt. Wir fordern mehr Sensibilität und Verantwortungsbewusstsein für die Belange unserer wertvollen Natur- und Kulturlandschaft.
Unterzeichner:
Alpenverein Südtirol-Natur und Umwelt / Dachverband für Natur- und Umweltschutz in Südtirol / Heimatpflegeverband Südtirol / Initiativgruppe Prader Sand / Legambiente-Umweltbund Bozen / Vereinigung Südtiroler Biologen / Umweltschutzgruppe Vinschgau

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