Dienstag, 03. April 2001 12:37

Recht auf Umweltzerstörung?

Watles/ Umweltzerstörung - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz begrüßt die Entscheidung der Landesregierung, mit der sie die Erweiterung des Skigebietes Watles abgelehnt hat. Den  heftigen Vinschger Reaktionen nach zu schließen, beanspruchen sie für sich das Recht auf Umweltzerstörung und auf die Nichtbeachtung von Fachgutachten.

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz dankt dem Landeshauptmann, dem Landesrat für Natur und Umwelt und den anderen Mitgliedern der Landesregierung, die sich gegen die Erweiterung des Skigebietes Watles und damit für die Erhaltung des unberührten Oberdörfertales ausgesprochen haben. Dem Wert dieses intakten Landschaftsteiles entsprechend, hätte das Ergebnis der Abstimmung in der Landesregierung auch noch eindeutiger ausfallen können.

Von der unseligen Verquickung von privaten Interessen der lokalen Vinschger Partei-Funktionäre mit der Wirtschaft leiten sie anscheinend ein Recht auf Umweltzerstörung ab. Es ist eine Unverschämtheit, dass die Skiliftgesellschafter und Parteifunktionäre davon ausgegangen sind, dass sich die Landesregierung sowieso nicht an die Gutachten des UVP-Beirates hält.
In der Diskussion ist auch angeklungen, dass die Anliegen des Landschaftsschutzes auch bei der  Verwirklichung des Wahnsinnsprojektes Golfplatz Prader Sand missachtet werden sollen.

Für die zukünftigen Generationen in Südtirol ist zu hoffen, dass auf lokaler Ebene eine andere Politikergeneration heranwächst, für die die Erhaltung der Natur und Landschaft den ihr gebührenden Stellenwert einnimmt.

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