Donnerstag, 20. Mai 2010 10:39

Klauspeter Dissinger bei LH Durnwalder

Antrittsbesuch/LH Durnwalder - Klauspeter Dissinger, der neue Vorsitzende des Dachverbandes für Natur- und Umweltschutz, stattete Landeshauptmann Durnwalder einen Antrittsbesuch ab. Bei diesem ersten Treffen wurden einige wichtige Themen aus dem Umwelt-, Energie- und Mobilitätsbereich besprochen. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz möchte die bereits versandte Pressemitteilung der Landespresseagentur zum Antrittsbesuch von Klauspeter Dissinger bei LH Durnwalder ergänzen und folgende Aspekte hinzufügen.

Die Einführung einer Passmaut hat beispielsweise auf dem Timmelsjoch leider nicht zur gewünschten Verkehrs- und Lärmreduzierung geführt, daher setzt sich der Dachverband für Natur- und Umweltschutz für alternative Verkehrslenkungsmaßnahmen wie etwa ein Zeitfenster für das Befahren der Pässe ein. Vorrangiges Ziel muss aber bei allen Vorhaben die Einschränkung des Verkehrs auf die Pässe und somit eine signifikante Reduzierung des Lärms sein, um die Beeinträchtigung für Mensch und Natur auf ein verträgliches Maß zu senken.
Weitgehende Übereinstimmung zwischen Dissinger und Durnwalder herrscht beim Thema Energie. In Südtirol, einem Land, das aufgrund seiner Lage und Topographie reich an erneuerbaren Energiequellen ist, sollen diese auch genutzt werden. Zu den erneuerbaren Energiequellen zählt der Dachverband aber ganz bewusst auch Energieeinsparung und Energieeffizienz. Die Nutzung erneuerbarer Energiequellen muss und soll immer auf sinnvolle Art und Weise geschehen, sodass der Nutzen die negativen Auswirkungen auf die Umwelt rechtfertigt; Voraussetzungen, welche bei den vielen hundert, privaten, kleinen Wasserkraftwerken nicht gegeben sind.Auch Photovoltaikparks auf der grünen Wiese belasten das Landschaftsbild über Gebühr, wo im ganzen Land hektarweise Dach- und Fassadenflächen von Gewerbe- und Industriegebäuden leer stehen.
Angesprochen wurden vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz im Zusammenhang mit dem BBT vor allem die dringend notwendigen und schnellstens zu verwirklichenden Sofortmaßnahmen, um die leidgeprüfte Bevölkerung im Wipp- und Eisacktal sowie im Unterland endlich von der Transitflut zu entlasten. Dazu gehören vor allem die Anpassung der Maut an Schweizer Verhältnisse, um den Umwegverkehr von hunderttausenden LKWs jährlich bestmöglich zu vermeiden, ein sektorielles Fahrverbot nach Tiroler Vorbild sowie ein Austausch des überalterten Rollmaterials auf der Schiene, um den Lärm bereits an der Quelle möglichst einzudämmen. Begrüßt wird vom Dachverband für Natur- und Umweltschutz das grundsätzliches Interesse des Landeshauptmanns an der Alpentransitbörse, welches ein sehr wichtiges und wirkungsvolles Instrument der alpenweiten Transitregelung sein kann.
Der Dachverband dankt dem Landeshauptmann für den offenen Themenaustausch und nimmt das Angebot gerne wahr, auch in Zukunft über wichtige Themen mit ihm ins Gespräch zu treten.

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