Donnerstag, 28. August 2003 14:08

Hoffnungsschimmer beim Verkehr

Transit/Maßnahmen - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz begrüßt die Initiative des Landesrates Michl Laimer, in der Verkehrspolitik gemeinsam mit Nordtirol vorzugehen. Die umgehende Umsetzung des Verbots für schadstoffreiche Lkws, die Weiterführung der Rollenden Landstraße (RoLa) und die schadstoffbezogene Maut wären Schritte in die richtige Richtung.

Wichtig ist, dass Nord- und Südtirol gemeinsam die Lkw-Klassen Euro 0 und Euro 1 von den Straßen verbannen. Wenn das Verbot rechtlich hält, sollten unbedingt auch die Euro-2-Lkw in das Verbot miteingeschlossen werden. Neueste Tests haben ergeben, dass die Euro-2- und 3-Klasse die Umwelt mehr belasten als Fahrzeuge der Euro-1-Stufe.

Schon vor Jahren forderte der Dachverband, dass die Rollende Landstraße nicht am Brenner endet, sondern durch Südtirol weitergeführt wird. Ökologisch gesehen ist die RoLa ohnehin nicht sinnvoll, denn der gesamte Lkw wird mit Zugmaschine und Fahrer transportiert, anstatt nur das Transportgut. Wenn die RoLa aber schon aus Subventionsgründen durch Österreich fährt, ist es recht und billig, dass sie nicht am Brenner halt macht und die Lkws auf die Straße ablädt, sondern durch Südtirol weiterführt.

Ebenfalls unverzichtbar ist die eheste Umsetzung einer schadstoffbezogenen Mauterhöhung. Dies wäre ein vorsichtiger Schritt in Richung Kostenwahrheit im Verkehr. Wer Mensch und Umwelt mit Abgasen und Lärm belastet und somit gefährdet, muss für deren Schäden bzw. Schadensabwehr aufkommen. Sofort sind der flächendeckende Einsatz von wirksamen Rußfiltern und Systeme der Stickstoffminderung zu fordern.

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