Dienstag, 08. November 2005 09:30

Frizzi Au – Offener Brief

Frizzi Au/OFFENER BRIEF an die Landesregierung und an den Landtag -
Sehr geehrte Mitglieder der Landesregierung, sehr geehrte Landtagsabgeordnete!

Ich wende mich an Sie im Namen jener Bürgerinnen und Bürger, die sich in der Frizzi Au aufhalten, um dort über die Zukunft dieses Geländes zu diskutieren. Wir legen großen Wert darauf, dass wir uns – schon im Eigeninteresse – davor hüten werden, etwas Ungesetzliches zu tun. Nach wie vor ist die Frizzi Au als öffentlicher Besitz im Eigentum aller Bürgerinnen und Bürger, nach wie vor ist die Frizzi Au für alle Personen frei zugänglich. Es gibt keinerlei Baustellentafeln, Absperrungen oder Warnschilder, die einem das Betreten der Frizzi Au verbieten würden.

Wenn auf diesem nicht als Baustelle gekennzeichneten Areal sich zufällig ein Traktor oder eine Baumaschine gerade dort befindet, wo Bürgerinnen und Bürger diskutieren, so kann diese Maschine natürlich nicht weiter ihr Zerstörungswerk fortsetzen. Es handelt sich aber keineswegs um eine Blockade, sondern eher um eine zufällig entstandene Situation, in der Bürger ihr von der Verfassung zugesicherte Recht auf freie Meinungsäußerung ausüben.

Gestern haben sowohl die Seeste AG als auch die STA AG festgestellt, dass es nicht möglich ist, die Arbeiten weiterzuführen. Die STA AG hat uns mitgeteilt, dass sie nun bei den politischen Entscheidungsträgern nachfragen müsse, wie sie weiter vorgehen solle.

Diese politischen Entscheidungsträger sind Sie! An Ihnen liegt es nun, über die Zukunft der Frizzi Au zu entscheiden.

PS. Bei der Bürgerversammlung am 8.11.2005 in Pfatten sagten Motocross-Sportler, dass ihnen eine Anlage nichts nützt, wenn dort weder Rennmaschinen fahren noch Rennen stattfinden dürfen. So stellt sich wirklich die Frage, wem die Anlage an diesem Standort und in dieser Form zugute kommt.

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