Dienstag, 29. Januar 2013 08:16

Flugplatz Bozen: Fliegen bleibt teuer, auf Kosten des Steuerzahlers

Flugplatz Bozen/Subventionierung - Die Höchstpreise für Romflüge wurden nun per Veröffentlichung im Amtsblatt festgelegt. 136 € dürfen diese den Passagier maximal kosten. Nicht mit eingerechnet sind hier allerdings die 5,3 Mio. Euro, welche das Land zuschießen muss, damit sich überhaupt eine Fluglinie findet, die diese defizitäre Strecke fliegt. Umgerechnet auf die größenordnungsmäßig 50.000 Passagiere pro Jahr wird das Ticket damit gleich um 100 € teurer. Dies zahlt allerdings nicht der Passagier, sondern der Steuerzahler.
 
Wie heute aus der lokalen Presse zu erfahren ist, wurden verschiedene Rahmenbedingungen, darunter auch die Höchsttarife für die Flüge zwischen Bozen und Rom nun als Dekret im Amtsblatt der Republik Italien festgelegt. 116 bzw. 136 Euro darf damit maximal ein Flugticket dem Passagier kosten.
Dass der Flugbetrieb vom defizitären Provinzflugplatz Bozen aus am Ende auch mit der neuen Ausschreibung um ein gutes Stück teurer wird, belegen die zusätzlich 5,3 Mio. Euro, welche das Land für die Sicherung des Flugbetriebes beisteuern muss. Keine auch nur annähernd wirtschaftlich orientiert arbeitende Fluggesellschaft würde ohne diesen Beitrag Flüge zu diesen Konditionen auf der uninteressanten Strecke Bozen-Rom anbieten. Zudem betreffen die 5,3 Mio. Euro nur die Sicherung des Flugbetriebes. Investitionen in den Ausbau des Flugplatzes sowie Infrastruktur-, Führungs- und Erhaltungskosten sind hier nicht berücksichtigt. Der Bozner Flugplatz bleibt damit, was er ist: ein sinnloses Millionengrab für den Steuerzahler, Prestigeobjekt und Spielwiese für Wenige.
Fraglich bleibt, warum der Flugbetrieb von Bozen nach Rom überhaupt mit jährlichen Millionenbeträgen bezuschusst werden muss, wenn man mehrmals täglich mit dem Zug in viereinhalb Stunden von Bozen nach Rom (Zentrum-Zentrum) gelangt.

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