Montag, 07. Mai 2007 15:35

Flugplatz Bozen - Äpfel ODER Birnen

Nicht Äpfel mit Birnen vergleichen, um den Kopf aus der Schlinge zu ziehen! - Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz zeigt sich über die Vorgehensweise der Befürworter des Flugplatzausbaus verwundert und enttäuscht. Waren es bis dato gerade diese, die den sog. Flugplatzgegnern bei jeder sich bietenden Gelegenheit mangelnde Professionalität vorhielten, agieren und argumentieren sie nun höchst unsachlich - sehr wahrscheinlich aufgrund der durchaus belegbaren und erdrückenden Daten der Arbeitsgemeinschaft Lebenswertes Unterland - indem sie mit abenteuerlichen Zahlenklaubereien die Aussagen der ALU widerlegen wollen - und am Ende sogar den Inhalt des eigenen Masterplans in Frage stellen.

Die fundierten Berechnungen der Arbeitsgemeinschaft Lebenswertes Unterland (ALU) und die Absicherung der verwendeten Daten durch eine unabhängige und kompetente Stelle (Institut für Verkehrsplanung und Verkehrstechnik, Technische Universität Wien, Univ. Prof. DI Dr. techn. Josef Michael Schopf) dürften den Flugplatzbefürwortern größeres Kopfzerbrechen bereiten. Denn anstatt die Berechnungen anzuzweifeln, werden von letzteren plötzlich die von ihnen selbst vorgelegten Daten des eigenen Masterplans in Frage gestellt um den Schaden aufgrund der durchaus richtigen und bestätigten Aussagen der ALU zu minimieren.

So werden kurzerhand die Flugbewegungen reduziert, für Verbrauchsberechnungen sparsame, für Kapazitätsberechnungen allerdings größere Flugzeugmodelle herangezogen, Auslastungen werden unrealistisch hoch angesetzt, ... um mit Müh und Not die Zahlen etwas zu entschärfen, aber gleichzeitig auch zu verfälschen. Mit dieser Vorgehensweise werden nicht nur die Aussagen der ALU und anderer Flugplatzgegner in der Mediation diskreditiert, sondern auch die Bestätigung von Univ. Prof. DI Dr. techn. Josef Michael Schopf, die er im Rahmen einer Studie abgegeben hat. Den Beweis, diese widerlegen zu können, müssen die Flughafenbefürworter erst antreten.

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz fordert deshalb, dass objektive Daten und Zahlen geschaffen werden, die auf der zukünftig zu erwartenden Belastung basieren, und die Bevölkerung dann in einer Volksabstimmung darüber entscheiden kann, ob sie gewillt ist, die gesamten negativen Auswirkungen für einen Ausbau den Flugplatzes Bozen in Kauf zu nehmen.

Bis zum 10. Juni besteht noch die Möglichkeit, auf der Gemeinde und den Unterschriftenständen vor Ort für die Abhaltung dieser Volksabstimmung zu unterschreiben.

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