Montag, 26. November 2007 09:38

Die Südtiroler Bevölkerung will keinen Flugplatz!

Umfrage/Flugplatzausbau - Die übergroße Mehrheit der Südtiroler Bevölkerung will keinen Flugplatz. Dass die Ablehnung in der Bevölkerung gegen dieses sinnlose Projekt groß ist, war bekannt, dass das Ergebnis so eindeutig und klar gegen den Flugplatz ausfällt, hat selbst den Dachverband für Natur- und Umweltschutz überrascht und gleichzeitig sehr erfreut. Zeigt es doch, dass wir mit unseren Forderungen eine große Unterstützung der Öffentlichkeit hinter uns haben. Die Politik muss nun endlich aufhören, fadenscheinige Argumente und Begründungen vorzuschieben und dem öffentlichen Willen Rechnung tragen.

Eine vom Verlagshaus Athesia in Auftrag gegebene und vom Meinungsforschungsinstitut Market durchgeführte repräsentative Umfrage, welche in der gestrigen Sonntagszeitung "Zett" (25. November) veröffentlicht wurde, spricht eine mehr als deutliche Sprache. Drei Viertel der Befragten wollen keinen Flugplatz. Erfreulich ist auch die Tatsache, dass die Ablehnung quer durch alle Bezirke, Altersgruppen, Stadt- und Landbevölkerung annähernd gleich ist. Dies zeigt, dass die Menschen den Flugplatz und auch die Projekte zum Ausbau grundlegend ablehnen, weil die negativen Auswirkungen in ökologischer, gesundheitlicher und finanzieller Hinsicht nicht tragbar sind.

Demokratie politisch äußerst "interessant" sind in diesem Zusammenhang auch die Aussagen des Landeshauptmannes (Tageszeitung "Dolomiten" vom 26. November, Seite 3), der meint, dass es politisch nicht vertretbar wäre, den Flugplatz zuzusperren, wenn sich ein Viertel für den Erhalt aussprechen. Mit dieser Aussage werden drei Viertel der Befragten vor den Kopf gestoßen. Auf welchem Demokratieverständnis basiert die Überlegung des Landeshauptmannes, dass der Wille der übergroßen Mehrheit auf einen Flugplatz zu verzichten "politisch nicht vertretbar" ist?

Sehr geehrter Herr Landeshauptmann, Sie vertreten den Willen und die Interessen der Südtiroler Bürgerinnen und Bürger, nicht nur jene eines kleinen Teils.

Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz fordert die politischen Entscheidungsträger auf, endlich aufzuhören, mit scheinheiligen Argumenten der Notwendigkeit einen weiteren Ausbau zu propagieren. Vertreten Sie die Interessen und den Willen der Bevölkerung, die sie gewählt hat, anstatt einen schleichenden Ausbau zu forcieren!

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