Bereits mit Bekanntwerden der drohenden Insolvenz jener Fluglinie, welche die Verbindung Bozen-Rom bedient, versprach die Südtiroler Politik sofort alles in die Wege zu leiten, damit der Flugbetrieb schnellstmöglich wieder aufgenommen werden könne. Von einem solchen Aktionismus und persönlichen Einsatz können die tausenden Pendler des Überetsches nur träumen. Der Dachverband für Natur- und Umweltschutz fordert die politischen Entscheidungsträger auf, sich mit demselben Elan und Engagement für die Verwirklichung der Überetscher Bahn einzusetzen.
Der Rückzieher der österreichischen Verkehrsministerin Doris Bures in Sachen BBT zeigt augenscheinlich die tiefe Krise auf, in der das Jahrhundertprojekt steckt. Anstatt endlich kurzfristig wirksame Maßnahmen umzusetzen, vertröstet man die Bevölkerung immer weiter, weil man ihr nach den ganzen Versprechungen der letzten Jahre nicht die Wahrheit sagen will. Die Finanzierung des gesamten Projekts (Tunnel samt Zulaufstrecken) steht weiterhin in den Sternen. Die Gewinne der Autobahn in Höhe von einer halben Milliarde Euro sollen für die sofortige Entlastung der Leid geplagten Anrainer verwenden werden!


